Während die Bauarbeiter auf die andere Seite ziehen, planen die Anlieger für die Zeit danach.

Umbau
Die Straße kurz vor Beginn der Bauarbeiten im März (Blick Richtung Philadelphiastraße). Archiv

Die Straße kurz vor Beginn der Bauarbeiten im März (Blick Richtung Philadelphiastraße). Archiv

Im Mai wurden die ersten Gleise auf der Rheinstraße gegen Flüsterschienen ausgetauscht. Archiv

Die Baustelle Rheinstraße am Mittwoch: Bürgersteig und Straße sind auf der nördlichen Seite (fast) fertig. Ab 15. August folgt die andere Seite.

Dirk Jochmann, Bild 1 von 3

Die Straße kurz vor Beginn der Bauarbeiten im März (Blick Richtung Philadelphiastraße). Archiv

Krefeld. Während die Neugestaltung des östlichen Teils der Rheinstraße erkennbare Fortschritte macht, bewegt sich auch bei den Händlern etwas: Die Interessengemeinschaft der Geschäftsleute nimmt die Arbeit wieder auf. Bei einem Treffen in der Konditorei Schmitz & Holtermann an der Rheinstraße 53 wurde deutlich, dass die Gewerbetreibenden den Umbau der Straße als Chance begreifen.

Unter der Regie von Roman Bühner-Lomberg und begleitet von Werner Vankann plant die Gemeinschaft für das kommende Frühjahr ein Straßenfest, mit dem der runderneuerte Abschnitt zwischen Ostwall und Dampfmühlenweg gefeiert werden soll.

Straßenfest, Kunst und Beleuchtung sind geplant

Für dieses Straßenfest wollen die Händler mit den Stadtwerken (SWK) nicht nur über die Umleitung der Straßenbahnen an diesen Tag sprechen. Ausgelotet werden soll dabei auch, inwieweit sich die SWK mit spannenden Angeboten (Hybridbusse und -müllwagen, Elektroautos, historische Straßenbahn) einbringen können.

In der Vorweihnachtszeit soll die Straße wieder in festliches Licht gehüllt werden. Entsprechende Lichterketten und Ständer für Weihnachtsbäume sind vorhanden.

Carsten Mennenöh tritt dafür ein, die Schaufenster der leerstehenden Geschäfte mit Kunst zu füllen oder mit dem Angebot von Produkten und Dienstleistungsangeboten der bestehenden Geschäfte zu nutzen.

Der Abschnitt, der derzeit erneuert wird, reicht vom Ostwall bis zum Dampfmühlenweg. Die Fläche umfasst über 4000 Quadratmeter. Die Gesamtkosten liegen bei 850 000 Euro. Die Grunderneuerung fordern die Anlieger und die rund 50 Geschäftsleute seit vielen Jahren.

 

Am Ostwall wird es nach dem Ausbau von Norden kommend keine Linksabbiegemöglichkeit in die Rheinstraße mehr geben. Ab Montag, 15. August, wird der östliche Teil der Rheinstraße stadtauswärts nicht mehr zu befahren sein. Der Verkehr wird über die St.-Anton-Straße umgeleitet. Stadteinwärts wird die Straße freigegeben. Die Bahnen fahren weiter in beide Richtungen.

 

Peter Geraedts von der Flugbörse schlägt die Verbesserung der Beschilderung in der Tiefgarage der Sparkasse vor, die auch den Weg zur Rheinstraße weisen soll. Zudem möchte er, dass die Straße wieder zur „Laufstraße“ wird, es müsse wieder Lust machen, vorbei zu schauen.

Der Kritik an den von den Hauseigentümern geforderten Ladenmieten, die zu den Leerständen führten, widersprach Makler Bühner-Lomberg. Nach seiner Kenntnis liegen die Ladenmieten auf diesem Teil der Rheinstraße derzeit bei rund neun Euro. „Da kann man nicht sagen, dass das zu hoch ist.“

 

Ab Mitte August kann man nur noch stadteinwärts fahren

Für die städtische Bauleiterin Beate Reif sind die Arbeiten auf dem östlichen Teil der Rheinstraße im Zeitplan. Mit dem Ende des Ausbaus sei im Oktober zu rechnen.

Mitte März hatte der Umbau begonnen, der den in die Jahre gekommenen Straßenabschnitt aufwerten und dem Bereich in Richtung Dionysiuskirche angleichen soll. Dazu zählen auch Bäume und neue Leuchten. Gleichzeitig wurden neue Flüsterschienen für die Bahn verlegt.

Fertig sind inzwischen auf der nördlichen Seite die Bürgersteige und die Parkbuchten. Auf der Straße laufen die Teerarbeiten inklusive der Gleistrasse. Mitte August wird der Fahrzeugverkehr umgedreht. Das heißt: Ab Montag, 15. August, ist die Straße ab Dampfmühlenweg nur noch in Richtung Stadtmitte befahrbar. Dann beginnen in drei Abschnitten die Arbeiten an Fahrbahn, Parkbuchten und Bürgersteigen auf der südlichen Seite.

Während der Arbeiten in Höhe der Luisenstraße muss diese in südliche Richtung zeitweise gesperrt werden. Dort soll eine Aufpflasterung entstehen. Die Bauleiterin betont, dass für die geplanten sieben neuen Straßenbäume lediglich fünf Parkplätze entfallen müssten. Insgesamt stehen nach der Fertigstellung noch 53 Parkplätze zur Verfügung.

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