Von der neuen Rettungswache im Nordosten sind in einem Jahr schon mehr als 2600 Einsätze gefahren worden.

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Blick in die 130 Quadratmeter große Rettungswache an der Magdeburger Straße. Unser Bild zeigt (v.l.) Henry Lorentzen, Stefan Herkenhoff und Andreas Ehmcke im Aufenthaltsraum.

Blick in die 130 Quadratmeter große Rettungswache an der Magdeburger Straße. Unser Bild zeigt (v.l.) Henry Lorentzen, Stefan Herkenhoff und Andreas Ehmcke im Aufenthaltsraum.

Dirk Jochmann

Blick in die 130 Quadratmeter große Rettungswache an der Magdeburger Straße. Unser Bild zeigt (v.l.) Henry Lorentzen, Stefan Herkenhoff und Andreas Ehmcke im Aufenthaltsraum.

Krefeld. Der neue Rettungswagen im Nordosten Krefelds hat innerhalb eines Jahres schon mehr als 2600 Einsätze gefahren. Die zunächst im Bockumer Burchartzhof, seit Dezember an der Magdeburger Straße in Gartenstadt stationierten Helfer haben damit weit häufiger lebensrettende Hilfe geleistet, als die Verantwortlichen zunächst geglaubt hatten.

"Entgegen dem Trend der vergangenen Jahre ist die Zahl der Rettungswagen-Einsätze 2008 im Vergleich zum Vorjahr um fast 15Prozent gestiegen", sagt der stellvertretende Feuerwehrchef Dietmar Meißner. 12800-mal rückten sie 2008 aus, allein die Retter im Nordosten durchschnittlich mehr als siebenmal pro Tag.

Die neue Rettungswache, für die auf dem Gelände der Firma Freudenberger Räume angemietet und eine Garage angebaut wurden, soll vor allem die Notfall-Versorgung in den nordöstlichen Stadtteilen verbessern.

Eine Auswertung der Statistik des ersten Einsatzjahres zeigt dabei, wohin die Retter besonders häufig ausrückten: zu 15Prozent nach Elfrath und Gartenstadt, 18Prozent Traar, Verberg und Kliedbruch, 23 Prozent Bockum, 26 Prozent Uerdingen und zu 18 Prozent ins restliche Stadtgebiet. Das Ziel: In 90 Prozent aller Fälle in acht Minuten am Ziel zu sein.

Feuerwehr und Hilfsorganisationen loben gute Zusammenarbeit

Bei einer Ausschreibung hatte das Deutsche Rote Kreuz den Zuschlag erhalten, das Personal für den Rettungswagen zu stellen. Auch die Feuerwehr besetzt zwei Rettungswagen, zudem ist mit dem Malteser Hilfsdienst bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten eine Hilfsorganisation in den öffentlichen Rettungsdienst eingebunden.

Im öffentlichen Rettungsdienst sind rund um die Uhr in Krefeld sechs Rettungswagen im Einsatz. Drei weitere können durch Feuerwehrleute als Reserve besetzt werden. Zwei Notärzte sind ebenfalls rund um die Uhr, drei Krankenwagen tagsüber in der Woche und einer am Wochenende im Einsatz.

Im nächsten Jahr soll die Rettungswache Nord-West von der Westparkstraße in Richtung Hüls verlegt werden, um auch dort schneller sein zu können. Dazu wird ein Vermieter an der Hülser Straße gesucht.

Eine sehr gute Partnerschaft, die ihresgleichen suche, findet DRK-Geschäftsführer Bernd Pache. Und auch Stefan Kronsbein, Stadtbeauftragter der Malteser, sagt: "Andernorts wird der Patient von der Trage des anderen geklaut."

Für Hans-Jürgen Brockers, Ordnungsexperte der CDU, fehlt jetzt nur noch die gemeinsame Leitstelle von Feuerwehr und Polizei, um überall kurze Wege zu haben.

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