Beim Ladies’ Day im Stadtwald dreht sich (fast) alles um ausgefallene Kopfbedeckungen.

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Ulla Claßen und Tochter Charlotte: Während die Mutter den Hut einer Freundin trägt, darf die fünfjährige Charlotte sich ein eigenes Modell aussuchen.

Ulla Claßen und Tochter Charlotte: Während die Mutter den Hut einer Freundin trägt, darf die fünfjährige Charlotte sich ein eigenes Modell aussuchen.

Andreas Bischof

Ulla Claßen und Tochter Charlotte: Während die Mutter den Hut einer Freundin trägt, darf die fünfjährige Charlotte sich ein eigenes Modell aussuchen.

Krefeld. Schade, schade. Das Niederrhein-Wetter zeigt sich beim Ladies’ Day wieder einmal von seiner nassen Seite. Es sorgt dafür, dass die meisten Rennbahn-Besucherinnen eher gut beschirmt als behütet über das nasse und dennoch schöne Gelände schlendern.

Auch mancher Mann hat sich den Borsalino gegen die Wetterkapriolen aufgesetzt. Die Damen versuchen, ihr mit Blumen, Bändern und Schleifen garniertes Modell "Wagenrad" vor Regen und starkem Wind zu retten und tragen Rock statt Jeans.

Insgesamt verzeichnet Rennbahn-Chef Jan Schreurs nur rund 3000 Besucher statt der erwarteten 10.000. Dennoch stellen sich mehr als 30 Damen bei der Hutprämierung der strengen Jury und bringen einen Hauch von Ascot nach Krefeld. Dort soll die Sonne bekanntlich auch nicht immer scheinen...

WZ-Lokalausgabe mit Folie beschichtet und zu Hüten verarbeitet

Den Hingucker schlechthin trägt Anke Frauenrath. Die 31-Jährige sagt: "Ich wollte immer schon einmal nach Ascot, aber dorthin zu kommen, ist ziemlich schwer. Ich habe eine Hommage an Krefeld auf dem Hut."

Sie trägt wirklich alles, was die Stadt ausmacht, auf ihrer nicht gerade leichtgewichtigen Kopfbedeckung: Krawatten, Fan-Schals von KFC und KEV, Schluff, ein Glas von Gleumes, eine Seidenspindel, Golfbälle, Rennbahn und einen Krefelder Stadtplan.

Die WZ hatte alle Rennbahn-Besucher zu einem kleinen Gewinnspiel eingeladen. Im WZ-Spiel haben gewonnen: Marion Zampe, Hans W. Borkelmann, Monika Semerci und Willi Dillmann, alle aus Krefeld.

Ähnlich erfinderisch sind Gabriele Freymann und Meike Hilke. "Wir haben die WZ-Lokalausgabe mit Folie beschichtet und zu Hüten verarbeitet. Sonst fertige ich eigentlich eher Kopfbedeckungen aus Wolle oder Seide. Diesmal musste es für den Kreativ-Wettbewerb etwas Ausgefallenes sein." Beide sind zum ersten Mal auf der Krefelder Rennbahn und finden die Atmosphäre sehr schön.

Zwischen den Rennen und während der Regengüsse suchen die Besucher Schutz an den Bierpilzen und Pommesbuden, hören dem SWK-Orchester zu und lassen es sich trotz der Tropfen von oben gut gehen.

Ein Treffpunkt ist der Hutpavillon von Kirsten Geißel. Renate Thomanek ist auch dort. Sie trägt oft und gern Hut, diesmal einen aus perlgrauem Stroh mit Rosen, und freut sich, wie viele jüngere Frauen hier nach den hübschen Accessoires greifen. Sie hat eine Plastiktüte in der Manteltasche: "Wenn es heftig regnet, kommt der Hut hinein."

Auch Ulla Claßen genießt den Tag der Ladies auf der Rennbahn. Sie trägt die Kreation ihrer Freundin. "Wir haben uns hier im vergangenen Jahr getroffen, und sie fand den Hut so schön. Mit drei Freundinnen haben wir ihn gekauft und ihr dann zum Geburtstag geschenkt. Da sie in diesem Jahr aber leider nicht kommen kann, hat sie gesagt, ich soll ihn ausführen." Tochter Charlotte (5) trägt zwar den hellen Hochzeitshut der Mutter, hat sich aber bei der Vielfalt der neuen Kopfbedeckungen in ein pinkfarbenes Modell verliebt.

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