Die Politik in Berlin kam der Proklamation des Kinderkarnevalsvereins (KKV) Stadtponyhof in die Quere.

Die Politik in Berlin kam der Proklamation des Kinderkarnevalsvereins (KKV) Stadtponyhof in die Quere.
Angela I. (l.) und René I. bei ihrer Inthronisation im Hotel Krefelder Hof. Mit auf dem Bild ist Adjutantin Anna Lea (r.).

Angela I. (l.) und René I. bei ihrer Inthronisation im Hotel Krefelder Hof. Mit auf dem Bild ist Adjutantin Anna Lea (r.).

Andreas Bischof

Angela I. (l.) und René I. bei ihrer Inthronisation im Hotel Krefelder Hof. Mit auf dem Bild ist Adjutantin Anna Lea (r.).

Großer Bahnhof für kleine Prinzen. Seit gestern sind Seine Tollität René I. Wolters (11) und Ihre Lieblichkeit Angela I. Grenz (13) vom Stadtponyhof in Amt und Würden. Als sichtbares Zeichen halten sie nun ihr weißes Steckenpferd in den Händen. Neben einer tollen Session mit einem schönen Rosenmontag gibt es für sie noch mehr zu feiern: In diesem Jahr wird der KKV Stadtponyhof 50 Jahre alt.

Oberbürgermeister Frank Meyer bezeichnet es als schönste Aufgabe und große Ehre neue Tollitäten ins Amt zu heben. Er lobt die Verantwortlichen des „ehrenwerten Familienbetriebes“ von Ingeborg und Walter van de groote Poort, Kinder an das Brauchtum und an Verantwortung heranzuführen – und das im 50. Jahr.

Das neue junge Prinzenpaar steht – selbst in roten Samt gehüllt – in einer rot-weißen Kostümwoge der kleinen Mariechen des Jugendkarnevalsvereins Neukirchen-Vluyn auf der Bühne. René I. freut sich „so sehr auf die Karnevalszeit“ und Angela I. sagt: „In der Stadt wie Samt und Seide, trage ich schönes Geschmeide.“

„In der Stadt wie Samt und Seide, trage ich schönes Geschmeide.“

Angela I.

Sie darf die ersten Orden mit drei Küsschen an den Oberbürgermeister und ihren Vorgänger, Niklas I., überreichen. Der kleine Ex-Prinz trennt sich mit einem glücklichen und einem traurigen Smiley von seinem Amt. Traurig, weil es vorbei ist und glücklich, weil er gute Nachfolger hat. „Ich wünsche ihnen eine so gute Session, wie ich sie hatte.“

Moderatorin Regina van de groote Poort-Niemann dankt dem kleinen Ex-Herrscher. Nicht ganz planmäßig gestaltet sich die Ernennung des neuen Ehrenrittmeisters. Die Sondierungsgespräche für eine Große Koalition haben Einfluss bis zum Stadtponyhof. Der designierte neue Ehrenrittmeister Michael „Mike“ Groschek, Landesvorsitzender der SPD Nordrhein-Westfalen, weilt in Berlin, kann nicht kommen, ebenso befindet sich SPD-Abgeordneten und Ex-Ministerin Christina Kampmann in der Hauptstadt. Sie sollte die Laudatio halten. Neu planen hieß die Devise im Familienbetrieb.

Gestern wird nun Jochen Ott (MdL) die große Ehre zuteil, nach Franz Müntefering, Rudolf Scharping, Helmut Linssen und Oskar Lafontaine, Ehrenrittmeister zu werden. Ina Spanier-Oppermann hält die Lobrede. „Er ist als Kölner mit dem Karneval aufgewachsen und fühlt sich in der fünften Jahreszeit besonders wohl. Und was, lieber Jochen, gibt es Schöneres, als Ehrenrittmeister in Krefeld zu sein?“

Und für die Geehrten ziehen die Prinzen und Prinzenpaare aus der Stadt Krefeld, Gellep-Stratum und Oppum mit ihren großen und kleinen Garden ein, währenddessen die jungen Tollitäten René und Angela den Tänzen der Garden von ihren Thronsesseln auf der Bühne aus zusehen und das närrische Publikum steht und klatscht.

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