Johannes Sczyrba fordert dazu auf, wieder den eigenen Kern zu entdecken. Er will daher mehr bei den Menschen sein.

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Johannes Sczyrba fordert dazu auf, wieder den eigenen Kern zu entdecken. Er will daher mehr bei den Menschen sein.

Johannes Sczyrba fordert dazu auf, wieder den eigenen Kern zu entdecken. Er will daher mehr bei den Menschen sein.

Johannes Sczyrba fordert dazu auf, wieder den eigenen Kern zu entdecken. Er will daher mehr bei den Menschen sein.

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Johannes Sczyrba fordert dazu auf, wieder den eigenen Kern zu entdecken. Er will daher mehr bei den Menschen sein.

Krefeld. Was ist der Mensch? Diese Frage stellte Regionaldekan Johannes Sczyrba in den Mittelpunkt seiner Ansprache beim Neujahrsempfang der katholischen Region Krefeld und Meerbusch. Zum fünften Mal hatte der Dekan für diesen Austausch zwischen Kirche, Politik und Verwaltung zum Jahresanfang in die Räume von Pax Christi (Glockenspitz) eingeladen.

Ein Rad, das Meditationsrad von Nikolaus von Flüe, hielt Sczyrba zu Beginn seiner Worte hoch. In der Mitte stehe die Lebenskraft, die jedem in unterschiedlichster Weise gegeben sei. Dieses Feuer im Innern mache das Leben unverwechselbar. "Wer aus dem Kern lebt, entwickelt auch Respekt vor der Würde des anderen." Die Besinnung auf das Innere sei eine Eigenschaft, die dem modernen Menschen verloren gehe. Es gibt zu viele Ablenkungen. "Kirche hat es in unserer Gesellschaft heute schwer, weil sie zu sehr mit Organisation und Strukturfragen beschäftigt ist", so analysierte Sczyrba. Seelsorge heute müsse heißen mit dem eigenen Kern in Berührung zu bleiben.

Bei vielen kirchlichen Angeboten sehe er in Krefeld diesen Ansatz. Ausdrücklich nannte der Regionaldekan das Arbeitslosenzentrum, die Lebensmittelausgabe "Unser tägliches Brot", das Freiwilligenzentrum sowie den neuen Begräbnisbund und dankte den Mitarbeitern und Initiatoren für diese Dienste.

Ein Lob dafür, dass sich die Asylpolitik in Krefeld gebessert hat

Auch Lothar Zimmermann, Vorsitzender des Katholikenrates, hob in seiner Ansprache die Arbeit des Arbeitslosenzentrums und des Freiwilligenzentrums hervor. Außerdem lobte er, dass sich die rigorose Asylpolitik in Krefeld gebessert habe. Er rief zu einem neuen Jahr auf, in dem wir uns "bewusst und mutig gegen jede Form von Intoleranz zur Wehr setzen".

Johannes Sczyrba forderte dazu auf, wieder den eigenen inneren Kern zu entdecken. Für ihn persönlich bedeute dies, mehr bei den Menschen sein zu wollen. "Ich werde das Amt des Regionaldekans über diese Wahlperiode hinaus nicht mehr weiter ausüben", verkündete Sczyrba seinen Entschluss zum ersten Mal öffentlich. Damit gibt es bisher für das Amt des Regionaldekans keinen Kandidaten. Die Neuwahl steht eigentlich Mitte März an.

"Gute Gesundheit und starke Nerven auf dem Weg durchs neue Jahr" wünschte Oberbürgermeister Gregor Kathstede allen Priestern und Kirchenmitarbeitern. Er ging in seiner Ansprache auf die Spitze der Dionysiuskirche ein, die ein Wahrzeichen der Stadt sei. Nur gemeinsam könnten Kirche, Stadt und Bürgerschaft dieses Symbol der geistigen Orientierung wieder herstellen. An dieser Stelle gab es zum ersten Mal Gemurmel unter den Gästen.

Die munteren Tonfolgen der Petersburger Schlittenfahrt - von Klaus Peter Jamin und Andreas Cavelius am Klavier meisterhaft dargeboten wie alle vorangegangenen Stücke - gaben dem Empfang einen heiteren Ausklang.

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