Reform bringt für Patienten und deren Angehörige viele Verbesserungen.

Gesundheit
Oliver Winkelmann, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK. (abi)

Oliver Winkelmann, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK. (abi)

Bischof, Andreas (abi)

Oliver Winkelmann, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK. (abi)

Krefeld. Zum Jahresbeginn gibt es viele Neuerungen im Bereich der privaten Pflegevorsorge. Dieses Thema nimmt in der Gesellschaft immer mehr Raum ein: „Allein in Krefeld gibt es 40 Anbieter für ambulante Pflege. Wir haben etwa 200 Leistungsanträge pro Monat“, sagt Oliver Winkelmann, Regionalgeschäftsführer der Barmer GEK.

Zukünftig ist es leichter, sich eine Auszeit vom Pflegealltag zu nehmen

Das Gesetz zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (PNG) wurde bereits im Juni 2012 vom Bundestag beschlossen. Neben den um 0,1 Prozent erhöhten Beitragssätzen sieht es vor allem mehr Leistungen für Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz vor. Insbesondere Demenzpatienten und deren Pfleger profitieren von den Neuerungen. So bekommen Menschen, die noch keiner Pflegestufe angehören, zum Anfang des Monats Pflegegeld ausgezahlt. Auch wird dem erhöhten Betreuungsaufwand von Demenzpatienten Rechnung getragen und je nach Stufe ein zusätzliches Pflegegeld ausgezahlt.

Außerdem ist es zukünftig leichter möglich, sich eine Auszeit vom Pflegealltag zu nehmen, indem bei einer Kurzzeitpflege die bisher bezogene Leistung zur Hälfte weitergezahlt wird.

Ein weiterer Punkt ist die Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes durch zusätzliche Förderung. Die Transparenz und Serviceleistung der Kassen wird ebenfalls optimiert. Betroffene erhalten zukünftig automatisch eine Auskunft, ob die Durchführung einer Rehabilitationsmaßnahme angebracht ist und verleiht dem Grundsatz „Rehabilitation vor Pflege“ mehr Ausdruck. „Das wichtigste ist, sich schnellstmöglich mit seinem Anliegen bei der Pflegekasse zu melden, denn nichts geht über das persönliche Gespräch“, sagt Winkelmann.

Im Raum Krefeld erhalten laut Barmer GEK 37 Prozent der Versicherten Pflegegeld, 43 Prozent nehmen Dienstleistungen wie zum Beispiel Pflegepersonal in Anspruch und 20 Prozent werden in Heimen gepflegt.

Weitere Informationen und mehr Neuerungen zum Pflege-Neuausrichtungsgesetz sowie Tipps zur

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer