Die Erwartungen an das Konjunkturpaket sind enorm. Kein Wunder - gerade im Bildungsbereich gibt es einen großen Nachholbedarf. Zwar hat die Stadt dies erkannt und steuert bereits seit einiger Zeit gegen. Doch angesichts der angespannten Haushaltslage geht dies bisher nur schrittchenweise.

Umso mehr hoffen Lehrer, Eltern, Schüler, Kindergärtner usw. nun auf den warmen Regen aus Berlin. Doch angesichts von weit über 200 Bildungseinrichtungen in Krefeld wird so mancher Traum von der (fast) neuen Schule, dem rundum sanierten Kindergarten oder der zusätzlichen Jugendeinrichtung platzen.

Viel hängt jetzt von der Vorarbeit der im Rathaus eingerichteten Arbeitsgruppe ab. Sie muss, sobald die Ausführungsbestimmungen für die Verteilung der Gelder vorliegen, eine ausgewogene Liste vorlegen, die möglichst alle Bereiche der Bildung umfasst und die sich in der vorgegebenen Zeit auch umsetzen lässt.

Und der Rat muss dann - trotz Wahlkampf - auf die Dringlichkeit der einzelnen Projekte schauen, nicht auf die Profilierung der eigenen Partei.

Ein ganz wichtiges Kriterium ist die Nachhaltigkeit. Wenn schon nur eine begrenzte Summe zu Verfügung steht, muss sie möglichst so eingesetzt werden, dass der städtische Haushalt künftig entlastet wird. Das ist zum Beispiel bei energetischen Sanierungen der Fall, denn sie sparen künftig Heizkosten.

Denn bei aller Freude über die zusätzlichen Mittel dürfen wir nicht vergessen, dass auch dies wieder ein Wechsel auf die Zukunft ist. Das Geld ist nicht vorhanden, wird über Schulden finanziert. Die Rechnung kommt bestimmt. Sowohl für den Bund, und das Land, als auch für die Kommune und damit auch für den Steuerzahler.

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