Richtung Neuss bleiben die Tankstelle und die Parkplätze bestehen. Auf der anderen Seite entsteht der neue Rastplatz.

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Archiv: Lothar Strücken

Krefeld. Die Raststätte Geismühle an der Autobahn A 57 kann ausgebaut werden. Der Bund hat am Donnerstag grünes Licht dafür gegeben. Demnach wird es auf der westlichen Seite, von Kamp-Lintfort in Fahrtrichtung Neuss, nur noch eine Tankstelle geben.

"Der Rastplatz auf der gegenüberliegenden Seite wird stark vergrößert im Hinblick auf das Bestreben des Bundes, weitere Parkplätze für Lastwagen zu schaffen", sagt Jochen van Bebber, Leiter der Projektgruppe Bundesautobahn beim Landesbetrieb Straßenbau NRW, Niederlassung Krefeld.

Eine Brücke über die Autobahn verbindet künftig beide Seiten

Damit die Fahrzeuge von der einen auf die andere Seite kommen, wird eine Brücke, Fachjargon: Überwurf, von Raststätte zu Raststätte gebaut. Damit haben auch die gefährlichen Wendemanöver an Oppums Hauptstraße ein Ende.

Viele Lastwagenfahrer nutzen den "Schleichweg", um von einer Seite der Autobahn auf die andere zu gelangen. Der Verkehr auf der A 57 werde dahingehend geregelt, dass es keine steten Hin- und Herfahrten über die Brücke gibt.

"Auf der östlichen Seite, von Neuss in Richtung Kamp-Lintfort, entsteht eine der modernsten Anlagen mit Tankstelle und völlig neuer Raststätte", erklärt van Bebber. "Nur hier ist Parken möglich."

Der Vorentwurf für die Planung wird in diesem Jahr erstellt. 2010 erfolgt das Planfeststellungsverfahren. Ende 2011 könnte mit dem Bau begonnen werden.

Etwa 16 Millionen Euro.

Im März 1977 eröffnete die Raststätte Geismühle nach zwei Jahren Bauzeit als nördlichste Rastanlage an der A 57 und als letzte vor den Niederlanden.

Dafür werden die Stellplätze von bisher insgesamt 100 für Autos und 65 für Busse und Lkw auf beiden Seiten auf nunmehr 200 für Autos und 156 für Busse und Lastwagen erhöht. Das ist eine Steigerung von 200 Plätzen. "Einige wenige Parkplätze an der jetzigen Raststätte bleiben nur erhalten, um den Besuch der Autobahnkapelle zu ermöglichen", erklärt Jochen van Bebber.

"Parallel zur Rastplatz-Verlagerung wird der Streckenausbau der A 57 auf sechs Spuren betrieben." Lärmschutz entsteht nur auf der westlichen Seite von der Anschlussstelle Oppum bis Bösinghoven. "Es wird entweder eine Lärmschutzwand errichtet oder ein Wall mit Wand", erklärt der Fachmann. "Einen Wall gibt es bereits in Höhe der Bezirkssportanlage."

Seit zehn Jahren gibt es die Pläne für die Erweiterung

Seit knapp zehn Jahren laufen die Bestrebungen, die Raststätte zu erweitern. Damals wurde noch mit einem Stellplatz-Plus von sieben für Autos und dreiundzwanzig für Lastwagen gerechnet. Es gab fünf Varianten, wie die Vergrößerung aussehen könnte; drei für die eine, zwei auf der anderen Seite.

Eine Möglichkeit schien es zu sein, die Raststätte an ihrem jetzigen Ort, parallel zur Autobahn zu erweitern und die Wohnbebauung mit einer Mauer abzuschotten. Bürgerproteste wurden gegen dieses Vorhaben laut.

Mit der steten Steigerung der benötigten Stellplätze, reichte dort der Platz dann nicht mehr aus, es musste in alle vier Himmelsrichtungen überlegt werden. Nun wird der Osten der Ort für die Erweiterung sein.

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