Seit Mittwoch führt Luciano Valera ein anderes Leben. Gäste und Mitarbeiter verabschiedeten den schwerkranken Wirt des Quincy.

Abschied von Luciano Valera (Mitte) mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, darunter Nichte Rosalia Santafata (ganz links), Geburtstagskind Hülya Özkan (mit Mädchen in den Armen) sowie Natalie Ickert (die den Laden neben dem Studium schmeißt) und Angelina Scognamiglio (l. und r. neben dem Wirt).
Abschied von Luciano Valera (Mitte) mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, darunter Nichte Rosalia Santafata (ganz links), Geburtstagskind Hülya Özkan (mit Mädchen in den Armen) sowie Natalie Ickert (die den Laden neben dem Studium schmeißt) und Angelina Scognamiglio (l. und r. neben dem Wirt).

Abschied von Luciano Valera (Mitte) mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, darunter Nichte Rosalia Santafata (ganz links), Geburtstagskind Hülya Özkan (mit Mädchen in den Armen) sowie Natalie Ickert (die den Laden neben dem Studium schmeißt) und Angelina Scognamiglio (l. und r. neben dem Wirt).

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Abschied von Luciano Valera (Mitte) mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern, darunter Nichte Rosalia Santafata (ganz links), Geburtstagskind Hülya Özkan (mit Mädchen in den Armen) sowie Natalie Ickert (die den Laden neben dem Studium schmeißt) und Angelina Scognamiglio (l. und r. neben dem Wirt).

Krefeld. Pietraperzia ist ein Städtchen südwestlich von Enna, Sizilien. Dort ist Luciano Valera geboren – dorthin wird er auch zurückkehren, mit dem Wohnmobil. Mittwochfrüh hat der 57-Jährige nach 33 Jahren in der Krefelder Gastronomie aufgehört – gezwungen durch die unheilbare Lungenkrankheit COPD (die WZ berichtete).

Es sollte eine lustige Silvesterparty werden am Max-Petermann-Platz, doch letztlich sind im Quincy doch Tränen geflossen. Eine stattliche Zahl ehemaliger Mitarbeiter des Bar-Restaurants war gekommen, um sich von Luciano zu verabschieden. Nicht alle Wirte gehen mit ihrem Personal so freundschaftlich um wie der Sizilianer.

Um Mitternacht für alle Gäste ein Glas Sekt – der Laden war natürlich proppevoll –, und ein Toast auf Hülya Özkan, die am 1. Januar Geburtstag hat. Sie produziert in der Küche des Hauses beispielsweise Burger, auch in Übergrößen. Die XXXL-Klopse des Quincy haben schon mehrfach Fernsehteams angelockt.

Wer Luciano Valera an diesem Abend beobachtet hat, konnte feststellen, dass er angeschlagen ist, laute Musik ihn nervt. Und dann bat ihn sein Karaoke-Moderatoren-Duo auf die Bühne, auf dass er eine italienische Schnulze zum Besten gebe. Er stand es bis zur letzten Strophe durch.

Freundlich begrüßt von den Stammgästen wurde Natascha Cammarata, die gerade 23 Jahre junge Nachfolgerin Valeras. Sie schnappte sich das Mikrofon für einen Song, sie hat schließlich schon als Teenie an Karaoke-Abenden im Quincy auf der Bühne gestanden. Die Halbitalienerin und ihr Freund Pascal Schenk haben am Mittwoch  schon begonnen, die Bar zu renovieren. Wiedereröffnung: 10. Januar.

Die Nachfolger haben einen großen Vorteil gegenüber Luciano Valera: Sie können ihren Gästen demnächst Parkplätze anbieten. Denn die Tiefgarage neben dem Quincy (Einfahrt Königstraße) ist jetzt öffentlich. Die Parkdecks sind videoüberwacht. Luciano Valera nimmt dort keinen Platz mehr in Anspruch: Er hat seinen Mercedes bereits verkauft, um sich ein Wohnmobil zuzulegen. Arrivederci in Pietraperzia.

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