DGB-Chef schreibt an Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Krefeld. Einsatz für die Schulen für Pharmazeutisch-Technische Angestellte: Der Krefelder DGB-Chef Ralf Köpke und Jürgen Hilgers, gesundheitspolitischer Sprecher der des DGB Krefeld, haben einen offenen Brief an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft geschrieben. „Die NRW-Landesregierung hat ab Jahresbeginn die Finanzierung der PTA-Schulen (Pharmazeutisch-Technische Angestellte) eingestellt. Als eine der ersten PTA-Schulen in NRW hat das Helios-Klinikum in Krefeld nach Abschluss der laufenden Ausbildungsgänge angekündigt, die Ausbildung aus finanziellen Gründen einzustellen. Das bedeutet für die Stadt Krefeld und dem Umkreis einen Wegfall von 25 bis 30 hochqualifizierten Ausbildungsplätzen“, schreiben die beiden.

„Der Krefelds Ausbildungsmarkt ist angespannt genug“

Gerade die angespannte Situation auf dem Krefelder Ausbildungsmarkt, bei dem im Bereich der dualen Ausbildung viermal in den vergangenen fünf Jahren weniger Ausbildungsstellen zur Verfügung standen, sei für die Gewerkschaften und für den DGB mehr als alarmierend. „Von Industrie, Mittelstand und Handwerk verlangt die Landesregierung mehr Engagement bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für unsere jungen Menschen. Für die PTA-Ausbildung in NRW stehen 2000 Ausbildungsplätze zur Verfügung, die bisher nach unserem Kenntnisstand vom Land mit je 73 Euro, also rund 146 000 Euro, bezuschusst wurden. Es ist uns unerklärlich, dass diese vergleichsweise marginale Finanzierung für die Ausbildung junger Menschen im Landeshaushalt nicht bereitgestellt werden kann.“

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