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Das Caritas-Altenheim St. Josef in Krefeld.

Das Caritas-Altenheim St. Josef in Krefeld.

Dirk Jochmann

Das Caritas-Altenheim St. Josef in Krefeld.

Krefeld. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) hat das Altenheim St. Josef nach einer Prüfung abgewertet. Nachdem ein ehemaliger Pflegehelfer schwere Vorwürfe gegen die Einrichtung erhoben und seinen bisherigen  Arbeitgeber sogar wegen fahrlässiger Tötung angezeigt hatte (die WZ berichtete), hat die Caritas als Träger den MDK um die Prüfung gebeten. Das Ergebnis: Das Heim wurde von einer Gesamtnote 1,1 (Prüfung 2012) auf eine 1,5 abgewertet.

Verbesserungswürdig sehen die Prüfer den Teilbereich Pflege, der mit einer 2,2 besonders hart herabgestuft wurde. Bei der vorigen Prüfung gab es noch eine 1,2 von dem unabhängigen Dienst. Aktuell ist damit das Haus an der Tannenstraße das schlecht bewerteste Caritasheim in Krefeld.

Kritisiert wurden Sturzprophylaxe, die Lagerung von Dekubituspatienten - das sind Menschen mit wundgelegenen Stellen -, die nicht immer durchgängige Bezugspflege und die Besetzung im Nachtdienst.

Pfleger wurde nach Vorwürfen fristlos gekündigt

Der Prüfbericht konnte allerdings nach Angaben der Caritas keine grobe Gefährdung der rund 100 Senioren in dem St. Josefheim feststellen. „Auch die Heimaufsicht hat uns mit ihrem Bericht in unserer Auffassung bestärkt, dass die Vorwürfe des Pflegehelfers Wolfgang Weinem grundlos waren. Es waren keine kausalen Zusammenhänge zwischen den Todesfällen und den Vorwürfen feststellbar“, sagt Hans-Georg Liegener, einer der beiden Geschäftsführer der Krefelder Caritasheime.

Der Pfleger Weinem, der, während er seine Anzeige machte, noch bei dem Heim beschäftigt war, ist inzwischen fristlos gekündigt worden. Durch das Öffentlichmachen seiner Vorwürfe sei "das Loyalitätsverhältnis nicht mehr gegeben und der Betriebsfrieden nicht mehr gewährleistet".

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Westdeutschen Zeitung

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