Richter erspart dem Krefelder trotzdem die U-Haft. Er hatte versucht, Überweisungen zu fälschen.

Krefeld. Alles war vorbereitet im Sitzungssaal des Amtsgerichts, der Richter und die Protokollführerin saßen auf ihren Plätzen, der Staatsanwalt und der Verteidiger ebenso. Zwei Zeugen waren da, einer zwar unfreiwillig und in Handschellen, und 25 junge Mitglieder einer Rechtsanwaltsfachklasse.

Nur der Angeklagte fehlte, auch nach der üblichen viertelstündigen Wartezeit. Er wird zum nächsten Termin vorgeführt und hatte noch Glück, denn der Staatsanwalt hatte einen Haftbefehl beantragt. Doch der Richter ersparte ihm eine U-Haft.

Der 36-jährige Krefelder muss sich wegen Urkundenfälschung und versuchten Betrugs verantworten. Im März 2009 soll er zwei Überweisungsträger ausgefüllt und die Unterschriften gefälscht haben. Es ging um Beträge von 9300 und 8700 Euro. Nur weil der Bankbeamte die Aufträge nicht ausführte, blieb den Kontoinhabern Ungemach erspart. hw

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