Die Mitarbeiter wehren sich gegen den Verwaltungsvorschlag, die Politiker bilden einen Unterausschuss.

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Über 100 Mitarbeiter haben im Verwaltungsausschuss gegen die Privatisierungspläne für das Gebäudemanagement protestiert.

Über 100 Mitarbeiter haben im Verwaltungsausschuss gegen die Privatisierungspläne für das Gebäudemanagement protestiert.

abi

Über 100 Mitarbeiter haben im Verwaltungsausschuss gegen die Privatisierungspläne für das Gebäudemanagement protestiert.

Krefeld. Wie geht es weiter mit der Verwaltung und dem Unterhalt städtischer Gebäude? Diese Frage treibt Politik und Verwaltung schon seit Jahren um. Nun soll ein Unterausschuss sich mit dem Thema befassen.

Derzeit sind die Zuständigkeiten bei den einzelnen Fachbereichen - also die Schulen bei der Schulverwaltung, die Turnhallen beim Sport usw. Schon die Gemeindeprüfungsanstalt hat dies vor zwei Jahren kritisiert und ein zentrales Gebäudemanagement vorgeschlagen. Doch damals konnte man sich angesichts des Protestes - vor allem von den Schulen, die ihre Hausmeister behalten wollten - nicht auf eine Lösung einigen.

Stadthaus: Ein Gutachten soll Sanierungsmöglichkeiten klären

Für den Verwaltungsausschuss hatte die Verwaltung am Dienstag auf Drängen der Politiker einen neuen Vorschlag erarbeitet: Das Gebäudemanagement soll demnach in einer Anstalt öffentlichen Rechts zusammengefasst werden.

Dies rief die Vertreter von Personalrat und Gewerkschaften auf den Plan, die um die städtischen Jobs der rund 300 betroffenen Mitarbeiter fürchten. Über 100 von ihnen drängten deshalb am Dienstag in den völlig überfüllten Sitzungssaal. "Wir gehen nicht in die Anstalt" oder "Arbeitnehmer ohne Rechte" stand auf den Plakaten, die sie mitgebracht hatten.

Zunächst müssen sie jedoch nichts befürchten. Und eine Mitsprache wurde ihnen am Dienstag auch zugesichert. Denn keine der anwesenden Fraktionen wollte sich ohne genauere Prüfung auf das Verwaltungsmodell einlassen.

Alle sind überzeugt, dass die Aufgabe zentralisiert werden muss. Doch über das Wie gehen die Auffassungen der Parteien auseinander. Deshalb wurde am Dienstag einstimmig die Gründung eines Unterausschusses beschlossen, in dem auch zwei Vertreter des städtischen Gesamtpersonalrates als Gäste sitzen sollen.

Als ein Beispiel für verfehltes Gebäudemanagement muss immer wieder das sanierungsbedürftige Stadthaus herhalten. Am Dienstag hat der Verwaltungsausschuss zur Kenntnis genommen, dass die Verwaltung den Standort halten und sich über ein externes Gutachten Hinweise auf unterschiedliche Sanierungs-Möglichkeiten (wie private Partner oder Leasing) sowie deren Wirtschaftlichkeit einholen möchte. Die Ausschreibung dafür soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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