Jugendhilfepolitiker wollen Spielplatz und Skateranlage im Südbezirk vor dem Missbrauch durch Freier schützen.

Prostitution
Eine Prostituierte wartet auf dem Strassenstrich auf Freier - Symbolbild

Eine Prostituierte wartet auf dem Strassenstrich auf Freier - Symbolbild

dpa

Eine Prostituierte wartet auf dem Strassenstrich auf Freier - Symbolbild

Krefeld. Die Politiker im Jugendhilfeausschuss machen sich Sorgen, welche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche die Straßenprostitution im Südbezirk hat. CDU, SPD und Grüne brachten deshalb gleichlautende Anträge in die jüngste Sitzung ein.

Offensichtlich sind der nahe gelegene Spielplatz und die Skaterbahn regelmäßig gewählte Orte für sexuelle Handlungen von Prostituierten und Freiern“, erklärt Frank Meyer (SPD). Dies würde die Kinder und Jugendlichen bereits ab den Nachmittagsstunden von dort verdrängen. Durch Hinterlassenschaften wie Tücher oder benutzte Kondome komme es – auch zu hygienischen – Beeinträchtigungen der Spielstätten, fügt er hinzu.

CDU will wissen, ob der Jugendschutz gewährleistet ist

Hans-Josef Ruhland erklärt für die CDU, dass diese Problematik im Rahmen des Jugendschutzes thematisiert werden müsse. „Wir sind der Ansicht, dass die Anbahnung und Ausübung von Prostitution in einem Bereich, in dem Kinder und Familien wohnen, nicht zulässig sein kann.“ Die Christdemokraten fordern die Verwaltung auf, mitzuteilen, „wie aktuell der Schutz unserer Kinder sichergestellt beziehungsweise wiederhergestellt werden kann.“

Die Grünen fordern Zahlen und Fakten von den Behörden

Monika Brinner von den Grünen merkt zu dem Thema an: „Die bisherigen Informationen zu Jugendwohlgefährdung und Verunreinigungen im Zusammenhang mit dem Straßenstrich sind sehr uneinheitlich.“ Um die Diskussion zu versachlichen, bitten die Grünen deshalb die zuständigen Behörden um einen Überblick über die Auswirkungen des Straßenstrichs im genannten Bereich.

Die Politiker einigen sich schließlich auf folgenden Beschluss, den die Sozialdemokraten vorgeschlagen haben. Das Thema soll im „Rahmen des Verfahrens zur Sperrbezirkserweiterung auch an die Bezirksregierung Düsseldorf weitergegeben werden.“

Außerdem sollen Maßnahmen ergriffen werden, die sicherstellen, dass die erwähnten Spielorte den Kindern und Jugendlichen vorbehalten bleiben. Monika Brinner (Grüne) enthielt sich, da ihre Fraktion sich gegen eine Erweiterung des Sperrbezirks einsetzt.

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