Bezirksvertretung Süd stimmt Plänen zu. Bürger beklagen Müll- und Alkohol-Problem.

Süd. Aufgebrachte Bürger in der Einwohnerfragestunde, aber auch erfreuliche Ausblicke auf die Entwicklung der Promenade bestimmen die Sitzung der Bezirksvertretung Süd. Bezirksvorsteherin Gisela Brendle-Vierken stellt der Tagesordnung einen Kurzvortrag voran: es geht um die Familienbildungsstätte an der Ritterstraße. Bei den anschließenden Berichten aus der Verwaltung geht es um die Standorte der Glascontainer. Ein Standort im Südbezirk macht Probleme. Einen Alternativstandort zu finden gestaltet sich allerdings als äußerst schwierig. Das Thema bleibt der Politik und Verwaltung als Problempunkt noch erhalten.

Rund ein Dutzend Bewohner warten auf die Einwohnerfragestunde – ihnen brennt ein anderes Thema auf den Nägeln. Die Zustände an der Kreuzung der Kölner Straße zur Feldstraße ärgert sie: auf der einen Seite geht es um eine Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen, die in der ehemaligen Don-Bosco-Schule untergebracht ist, auf der gegenüberliegenden Seite ist es ein Kiosk, der durch sein grelles Reklameschild und aber noch mehr durch die Kundschaft die Nachbarschaft verärgert. Wohnungslose, die sich dort mit Alkohol versorgen, aber ihre Notdurft draußen im Umfeld verrichten, aber auch die Müllproblematik regen die Bewohner an der Kölner Straße, der Thywissenstraße und Feldstraße auf. Die Bezirksvertretung nimmt die Situation auf und verspricht, sich zu kümmern.

Promenade verbindet Südbezirk mit Oppum

Das Projekt Krefelder Promenade nimmt Gestalt an. Die Planung des Abschnitts zwischen Feuerwache und Trift/Weiden stellt Landschaftsarchitekt Dennis Mescher vom Essener Planungsbüro dtp vor. Der 1,8 Kilometer lange Abschnitt entsteht nicht nur für den Freizeitverkehr, sondern auch für Pendler und Schüler. Deshalb ist der Radweg mit vier Metern auch großzügiger angelegt. Am Dießemer Bruch und am Trift entstehen breite Grünflächen in Form von Hügelparks. Das ganze Projekt wird zu 90 Prozent aus Fördermitteln finanziert. Die Kosten seien aber bereits von 2,5 auf drei Millionen Euro gestiegen, so Ratsmitglied Daniel Wingender (CDU). Das Projekt ist ein positiver Impuls für die Entwicklung im Südbezirk, meinen die Mitglieder der Bezirksvertretung. Sie stimmen der Neugestaltung einstimmig zu.

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