130 Kinder und Jugendliche haben gestern in der MSM-Halle trainiert.

130 Kinder und Jugendliche haben gestern in der MSM-Halle trainiert.
Neben dem Umgang mit dem Ball wird auch Wert auf Gymnastik gelegt.

Neben dem Umgang mit dem Ball wird auch Wert auf Gymnastik gelegt.

Die Idee des Handball-Mobils stammt vom THW Kiel. Trainer des Vereins fahren mit zwei Lkw durch das Land und trainieren Kinder und Jugendliche.

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Neben dem Umgang mit dem Ball wird auch Wert auf Gymnastik gelegt.

Krefeld. Die Euphorie in Deutschland nach dem Gewinn der Handball-Europameisterschaft ist groß. Diese Begeisterungswelle will der Deutsche Handballbund für seine Nachwuchsarbeit nutzen und schickte deshalb das DHB Kempa Mobil vor drei Monaten auf die Straße. Nun machte es in Krefeld Station: Die DJK Olympia Fischeln hatte angefragt und im Jahr des 90. Vereinsjubiläums den Zuschlag erhalten.

130 Kinder im Alter zwischen vier und 17 Jahren waren mit Begeisterung dabei. Fast 90 Prozent der Handballer kamen aus den eigenen Reihen der DJK Olympia, doch das Angebot war offen für alle Nachwuchssportler, die einmal beim Handball hinein schnuppern wollten.

Ziel ist es, den Nachwuchs für den Sport zu begeistern

Die Nachwuchsförderung beim Fischelner Traditionsclub kann sich sehen lassen. Initiator der ungewöhnlichen Aktion war Thomas Floethe, der ansonsten als C-Jugendtrainer bei der DJK tätig ist, aber selbst schon beim TuS Schutterwald in höheren Handballgefilden spielte: „Ich bin seit Kindertagen mit dem Handball verbunden und schon ein wenig verrückt nach diesem Sport – der für mich übrigens der schönste auf der Welt ist.“

Über Freunde habe er vom Handball-Mobil erfahren und sofort eine Anmeldung rausgeschickt. „Ich möchte Kinder wie Erwachsene begeistern und halte das Mobil für eine höchst professionell ausgestattete Aktion“, erklärt Floethe. Sportlicher Partner des Mobils ist Deutschlands Top Club, der THW Kiel. Von dort stammen die Idee, wie auch die meisten Trainer, die mit den beiden Lkw ständig unterwegs sind. Sportliche Leiterin beim Einsatz in Fischeln war allerdings die US-amerikanische Nationalspielerin und Drittliga-Torhüterin Sophie Ann Fasold.

Die in München geborene, 22-jährige Sportlerin war sich für nichts zu schade. Da staunten die jungen DJK-Handballer in der Fischelner MSM-Halle nicht schlecht, als die Torhüterin vom Drittligisten HG OKT aus Schleswig-Holstein, die auch schon in Dänemark als Profi spielte, an einer der acht Trainingsstationen mal kurz ihre extreme Beweglichkeit bei Gymnastikübungen unter Beweis stellte: „Es ist wichtig zu vermitteln, warum Gymnastik und Dehnübungen gerade so wichtig für das Handballspielen sind, wie eben auch Beweglichkeit, Sprungkraft oder ein knallharter Wurf. Aber ich bin begeistert, wie viele Fischelner Kinder und Jugendliche hier dabei sind.“

Unterstützt wurden Fasold samt Kollegin vom Trainerstab der Olympia. Vor dem ersten Anpfiff wurde das Team eine Stunde in die Thematik eingeführt, der Ablauf genau geplant. Die Eltern waren auf der Tribüne und vor der Halle dabei, etliche Stände weiterer Anbieter und des Sponsors Kempa gehörten zum Gesamtpaket dazu.

Vier Stunden hielt die US-Amerikanerin samt Trainerstab der Olympia den Handball Nachwuchs auf Trab. Viele Trainer dürften dabei genug Impulse erhalten haben, um zukünftig das Training noch abwechslungsreicher zu gestalten. In der kurzen Trinkpause sagte ein Filius denn auch: „Das ist schon echt cool heute hier, so hatte ich mir das nicht vorgestellt.“

Für Thomas Floethe war es nicht die letzte Aktion: „Nach dieser guten Erfahrung und nur zwei Monaten Vorlaufzeit, würde ich mich freuen, wenn wir das Mobil bald wieder hier haben könnten.“

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