Krefeld. Bericht vom 1. Dezember, 17.19 Uhr: Krefelds Polizeipräsident Rainer Furth betreibt eine eher zurückhaltende Öffentlichkeitsarbeit. Jetzt ist er bei der CDU auf Fragen eingegangen, die auch die WZ in der Vergangenheit gestellt hat. Grundsätzlich, so teilt CDU-Geschäftsführer Georg Alfes mit, habe sich Furth in einem Vortrag vor dem CDU-Kreisvorstand dafür stark gemacht, so genannte „vergessene Kriminalität“ stärker in den Blick zu nehmen.

Laut Georg Alfes stellte Furth fest, dass viel über Themen wie Wohnungseinbrüche, Gewaltverbrechen auf der Straße oder Drogenhandel auf öffentlichen Plätzen diskutiert werde. Daneben gebe es jedoch „in erheblichem Umfang andere Formen von Kriminalität, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen“.

Furth verwies laut Alfes darauf, dass die „offen sichtbare Prostitution im Bereich Ritterstraße“ in aller Munde sei, über das „viel massivere Problem“ der Wohnungsbordelle zwischen Alter Linner Straße und Seidenstraße werde dagegen „kaum geredet“. Prostitution sei „überwiegend menschenunwürdig“ und ihre Legalisierung laut Furth „ein schwerer Fehler“ gewesen. Gleichwohl gebe es Eingriffsmöglichkeiten der Kommune, beispielsweise über das Baurecht und das Gewerberecht.

Als weiteres Beispiel für ein Thema, das „viel zu wenig auf der Agenda“ stehe, nannte der Polizeipräsident laut Georg Alfes Fahrerfluchten nach Verkehrsunfällen. In 1600 Fällen im letzten Jahr sei zwar niemand körperlich zu Schaden gekommen, gleichwohl sei ein solches Verhalten sozialschädlich und finde zu wenig Beachtung in der öffentlichen Wahrnehmung. Auch wenn die Anzahl der Verkehrsunfälle 2015 (8460) im Vergleich zum Vorjahr (2014: 7914) gestiegen sei, habe Furth bei der CDU die gute Entwicklung im Bereich Kinderunfälle betont. Diese (85 Unfälle im Jahr 2015) sei auf die erfolgreiche Arbeit der Initiative Fairkehr zurückzuführen, bei der Stadt, Polizei und Verkehrswacht nachhaltig zusammenarbeiteten.

„Massiver Drogenhandel“ in Wohnungen in Krefeld

Laut Alfes betrachtet Furth den „massiven Drogenhandel in Krefeld, der hinter verschlossenen Türen“ stattfinde, als Problem. Es werde „immer nur über den Theaterplatz geredet, doch der eigentliche Handel“ vollziehe sich „in Wohnungen und Gewerberäumen“, sagte Rainer Furth demnach. Eine Herausforderung sei darüber hinaus das Thema „häusliche Gewalt“. Außerdem gebe es eine Verlagerung von Straftaten in den Bereich der „Cyberkriminalität“, so Furth.

Als „aufschlussreich“ bezeichnete Kreisparteichef Marc Blondin die Information, dass der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen auf rund 32 Prozent angestiegen sei, obwohl der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung in Krefeld nur bei rund 14 Prozent liege. Verantwortlich hierfür seien jedoch nicht „die Flüchtlinge, sondern Personen, die im Rahmen der EU-Freizügigkeit nach und durch Deutschland“ reisten, habe Polizeipräsident Rainer Furth deutlich gemacht.

Meldung vom 30. November: Nach Angaben der CDU hat sich Krefelds Polizeipräsident Rainer Furth bei einem Vortrag vor dem Kreisvorstand der Partei dafür stark gemacht, sogenannte „vergessene Kriminalität“ mehr in den Blick zu nehmen.

Furth habe darauf verwiesen, dass die „offen sichtbare Prostitution im Bereich Ritterstraße“ in aller Munde sei, über das „viel massivere Problem“ der Wohnungsbordelle zwischen Alter Linner Straße und Seidenstraße werde dagegen „kaum geredet“, teilt Georg Alfes, Kreisgeschäftsführer der CDU Krefeld mit.

Ein großes Problem sei außerdem „der massive Drogenhandel in Krefeld, der hinter verschlossenen Türen“ stattfinde. Es werde „immer nur über den Theaterplatz geredet, doch der eigentliche Handel“ vollziehe sich „in Wohnungen und Gewerberäumen“, habe Polizeipräsident Rainer Furth laut Alfes deutlich gemacht.

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