Zig Krefelder Hilfskräfte stehen am Samstag beim Techno-Event in Bereitschaft. Am Uerdinger Bahnhof betreut das DRK hier gestrandete Besucher.

Krefeld. Wenn am Samstag in Duisburg die Love-Parade beginnt, dann stehen auch jede Menge Einsatzkräfte aus Krefeld bereit, um im Fall der Fälle helfen zu können. Und zwar nicht nur, wenn bei der Großveranstaltung mit erwarteter einer Million Gäste auf dem ehemaligen Güterbahnhof etwas passieren sollte.

Wie die WZ bereits berichtete, ist bei Stau im Bahnverkehr oder einer Sperrung des Duisburger Hauptbahnhofs wegen Überlastung in Uerdingen Endstation für viele Züge. "Er ist einer von vier Notbahnhöfen", sagt Dietmar Meißner, stellvertretender Leiter der Krefelder Feuerwehr. Deshalb stehe beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereit, um in Uerdingen statt in Duisburg gelandete Love-Parade-Besucher zu betreuen. Im Idealfall würden sie allerdings gleich vom Bahnhof aus mit Bussen nach Duisburg gebracht. "Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat ein Transportunternehmen damit beauftragt", so Meißner. Der Parkplatz vor dem Bahnhof wird gesperrt.

140 Helfer mit 28 Fahrzeugen können nach Duisburg ausrücken

Da bei einer Veranstaltung dieses Umfangs stets mit einer größeren Zahl Verletzter gerechnet werden muss, können die Helfer aus Krefeld aber wegen der Nähe zum Veranstaltungsort schnell mit im Boot sein, wenn eine größere Zahl von Menschen behandelt werden muss.

Zwar sind in Duisburg bereits andere Einheiten vor Ort, die vier Behandlungsplätze für jeweils 50Personen betreiben können. "Wir stehen aber auf Platz eins einer Liste für weitere Behandlungsplätze, die dann nach Duisburg entsandt werden", sagt Dietmar Meißner.

Die Einsatzkräfte - darunter DRK, Malteser Hilfsdienst (MHD), Berufsfeuerwehrleute, das Technische Hilfswerk (THW), aber auch die Freiwillige Feuerwehr Fischeln - würden in einem solchen Fall in ihrer Freizeit alarmiert. "Vorgabe ist, dass wir innerhalb von zwei Stunden vor Ort sind", so Meißner. 140Helfer mit 28 Fahrzeugen würden dann nach Duisburg ausrücken.

Auf dem Gelände des THW an der Parkstraße wird sich die Feuerwehr mit ihrem Einsatzleitwagen einrichten, um im Fall unfreiwillig in Uerdingen gelandeter Techno- und Elektrofans die Lage zu sondieren und Einheiten einzusetzen. "Da die Veranstalter auch mit etlichen Gästen aus Belgien und den Niederlanden rechnen, kommt der Bahnverbindung über Krefeld nach Duisburg eine große Bedeutung zu", sagt Polizeisprecher Rainer Behrens.

Seine Kollegen würden in dem Fall, dass Love-Parade-Besucher in Uerdingen ankommen, die Weiterfahrt nach Duisburg gewährleisten. Dazu seien zusätzliche Einsatzkräfte, alle von der Krefelder Polizei, im Dienst. Einige Beamte sind auch zur Unterstützung nach Duisburg abkommandiert worden. "Das sind aber nur sehr wenige", so Behrens.

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