Die Polizei hat drei Mehrfamilienhäuser in Krefeld geräumt. Unter anderem ist der Brandschutz überprüft worden. Zahlreiche Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Polizei Krefeld.jpg
Der Einsatz der Polizei läuft seit den Morgenstunden.

Der Einsatz der Polizei läuft seit den Morgenstunden.

samla.de

Der Einsatz der Polizei läuft seit den Morgenstunden.

Krefeld. Die Polizei hat am Mittwochmorgen drei Mehrfamilienhäuser an der Gladbacher Straße in Krefeld geräumt. 43 Menschen - darunter 15 Kinder -  mussten ihre Wohnungen verlassen, erklärte die Polizei. Insgesamt können nach Polizeiangaben zwölf Wohnungen vorerst nicht mehr genutzt werden.

Der Grund: In den drei Gebäuden seien "erhebliche Mängel" beim Brandschutz festgestellt worden, erklärte die Polizei. Noch vor Ort sei entschieden worden, dass ein Gebäude komplett, die anderen beiden teilweise geräumt werden müssen. Mitarbeiter des Landeskriminalamtes waren ebenfalls an dem Einsatz beteiligt, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber unserer Redaktion. Es seien Beweise sichergestellt worden.

Neben dem Brandschutz seien auch "bauliche Aspekte" überprüft worden. Mitarbeiter der Stadt hätten kontrolliert, ob sich Menschen illegal in den Gebäuden aufhalten.

Für die aus den Wohnungen geholten Menschen, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, stellte die Stadt Unterkünfte zur Verfügung, teilte die Polizei mit. An dem Einsatz, der friedlich verlaufen sei, waren 40 Polizisten und 20 Mitarbeiter der Stadt beteiligt. Gegen die Eigentümer der Häuser werden nach Angaben der Beamten ordnungsbehördliche Maßnahmen eingeleitet. Hinweise auf Straftaten hätten sich nicht ergeben.

In der Vergangenheit war es bereits zu Räumungen sogenannter "Problemhäuser" gekommen. An der Gerberstraße wurde nach einer Räumung im Februar etwa der weitere Zugang zu einer Wohnung aus Brandschutzmängeln untersagt. Weitere Überprüfungen dieser Art sollen folgen, teilten Stadt und Polizei mit. hoss/red

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer