Fünf Räuber sollen drei Lebensmittel-Märkte überfallen haben.

Kriminalität
Mit diesen Softairwaffen wurden die Raubüberfälle begangen. Sie sind von echten Pistolen kaum zu unterscheiden, weshalb das Führen in der Öffentlichkeit auch verboten ist.

Mit diesen Softairwaffen wurden die Raubüberfälle begangen. Sie sind von echten Pistolen kaum zu unterscheiden, weshalb das Führen in der Öffentlichkeit auch verboten ist.

Dirk Jochmann

Mit diesen Softairwaffen wurden die Raubüberfälle begangen. Sie sind von echten Pistolen kaum zu unterscheiden, weshalb das Führen in der Öffentlichkeit auch verboten ist.

Krefeld. Nach mehreren Überfällen auf Lebensmittel-Märkte hat das Raubkommissariat fünf Männer unter dringendem Tatverdacht festgenommen. In wechselnden Beteiligungen sollen sie am 25. März den „Kaiser’s“ an der Uerdinger Straße und am 17. März ebenfalls einen „Kaiser’s“ an der Cracauer Straße überfallen haben.

Der entscheidende Hinweis kam von der Polizei aus Mönchengladbach, wo der mutmaßliche Drahtzieher (24) aus Krefeld als einer von vier Tätern am 7. Februar ein Lebensmittelgeschäft überfallen haben soll. Er war zuvor in einer anderen Filiale der Kette beschäftigt, dort aber nach Diebstählen gefeuert worden. Die Polizei verfügte dadurch über seine Fingerabdrücke. Ein Abgleich mit Fingerspuren am Gladbacher Tatort gab den Hinweis auf den 24-Jährigen, der durch sein Insiderwissen um günstige Momente für Überfälle gewusst haben soll.

Durch intensive Ermittlungen, zu denen sich die Beamten nicht näher äußern wollen, wurde klar, dass der 24-Jährige auch der Drahtzieher zweier Überfälle in Krefeld sein musste. Im persönlichen Umfeld des Mannes wurden auch die mutmaßlichen Mittäter ausgemacht: der 34-jährige Onkel und ein 17-jähriger Krefelder. Alle drei wurden bereits wenige Stunden nach der Tat am Freitag festgenommen. Bei Durchsuchungen wurden hohe Bargeldsummen, Maskierungen und Softairwaffen sichergestellt. Laien können sie von echten Schusswaffen kaum unterscheiden.

Während der 24-Jährige jede Angabe zu den Vorwürfen verweigerte, zeigten sich seine Mittäter in Plauderlaune: Sie erklärten, zu Dritt die Lage an der Uerdinger Straße ausgekundschaftet zu haben. Der 17-Jährige sei dann mit der Waffe in den Laden geschickt worden und habe den Überfall begangen. Der Onkel fuhr den Fluchtwagen.

Den Raub an der Cracauer Straße sollen der 24-Jährige und dessen Onkel zusammen mit zwei weiteren Krefeldern (19 und 20) begangen haben. Sie wurden am Montag in Krefeld beziehungsweise in einer Berufsschule in Kempen festgenommen. Beide gaben die Beteiligung an dem Überfall am 17. März zu.

Alle fünf sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Sie erwarten Haftstrafen von mindestens fünf Jahren.