Kreissynode wählt Nachfolger für verstorbenen Assessor. Kirchenkreis stellt Buchhaltung um und holt sich Hilfe.

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Pfarrer Axel Stein und Superintendent Burkhard Kamphausen (v.l.) bei der Kreissynode in der Friedenskirche.

Pfarrer Axel Stein und Superintendent Burkhard Kamphausen (v.l.) bei der Kreissynode in der Friedenskirche.

Dirk Jochmann

Pfarrer Axel Stein und Superintendent Burkhard Kamphausen (v.l.) bei der Kreissynode in der Friedenskirche.

Superintendent Burkhard Kamphausen hat wieder einen Mitstreiter an seiner Seite. Die Synode des Kirchenkreises Krefeld-Viersen ist am Samstag in der Friedenskirche zu ihrer 77. ordentlichen Sitzung zusammengekommen. 117 von insgesamt 138 Synodalen haben daran teilgenommen. Für den im vergangenen Herbst verstorbenen Krefelder Pfarrer Michael Windhövel ist Pfarrer Axel Stein im dritten Wahlgang zum Assessor gewählt worden.

Der Assessor im Kreissynodalvorstand (KSV) ist Stellvertreter des Superintendenten Burkhard Kamphausen. Axel Stein wurde 1961 in Kirchen/Westerwald geboren. Er studierte Theologie in Oberursel, Tübingen und Wuppertal. Er hatte Pfarrstellen in Duisburg und Solingen, ist seit August 2014 Pfarrer in Viersen-Süchteln. Aus seiner Zeit in Solingen bringt Stein Erfahrungen aus einem KSV mit und ist sich über die Aufgaben im Klaren: „Die Arbeit im Vorstand hat oft mit Problemen zu tun, für die sich vor Ort keine Lösungen gefunden haben.“

Nach einem Gottesdienst befasste man sich am Vormittag mit dem Hauptthema „Vom Glauben erzählen, aber wie?“. In Arbeitsgruppen trugen die Teilnehmer nach einem Impulsreferat die Überlegungen und Anregungen zusammen. „Frömmigkeit und christliches Verhalten sind in unserer Gesellschaft erklärungsbedürftig geworden“, sagte Superintendent Burkhard Kamphausen, „es ist eine wichtige Aufgabe, sich auskunfts- und handlungsfähig auf der Grundlage des Glaubens darzustellen.“

Am Nachmittag standen Beratungen und Beschlüsse zu Finanz- und Personalfragen an. Der Kirchenkreis Krefeld-Viersen hat vor einiger Zeit sein Buchhaltungssystem von der Kameralistik auf das Neue kirchliche Finanzwesen (NKF) umgestellt: „Die Folgen der Umstellung sind noch abzuarbeiten“, sagte Kamphausen. Es müssen noch Jahresbilanzen der Vergangenheit erstellt werden.

Außerdem hat die Synode beschlossen, die Arbeit des Verwaltungsamtes zu analysieren und dann strukturell besser aufzustellen. „Es herrschte Einmütigkeit hinsichtlich der Problemanalyse, jetzt geht es um die Methode“, sagte Kamphausen. „Wir haben über die personelle und strukturelle Bewältigung diskutiert – es wird externe Unterstützung dazu geholt“, sagte Kamphausen.

Der Superintendent zeigt sich abschließend sehr zufrieden: „Wir haben sehr gute Gespräche geführt und die Synode ist allen Vorschlägen des KSV gefolgt.“ Sein Stellvertreter Stein fasste zusammen: „Es herrschte eine gute und konstruktive Arbeitsatmosphäre.“

Die Kreissynode ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises Krefeld-Viersen. Ihm stehen Kreissynodalvorstand und – an seiner Spitze – der Superintendent vor. chs

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