Die Krefelder Experten für Agrargüter haben einen weiteren Standort im Rheinhafen gekauft. In Zukunft wird das Unternehmen damit Platz für 50 000 Tonnen Getreide und Ölsaaten haben.

Die Krefelder Experten für Agrargüter haben einen weiteren Standort im Rheinhafen gekauft. In Zukunft wird das Unternehmen damit Platz für 50 000 Tonnen Getreide und Ölsaaten haben.
Die Lagerhaus Pegels GmbH hat Grundstück und Gebäude der vor zwei Jahren geschlossenen Schou GmbH an der Silostraße gekauft.

Die Lagerhaus Pegels GmbH hat Grundstück und Gebäude der vor zwei Jahren geschlossenen Schou GmbH an der Silostraße gekauft.

Lagerhaus Pegels

Die Lagerhaus Pegels GmbH hat Grundstück und Gebäude der vor zwei Jahren geschlossenen Schou GmbH an der Silostraße gekauft.

Auf die doppelte Lagerfläche von insgesamt 25 000 Quadratmetern hat die Lagerhaus Pegels GmbH & Co. KG ihre Kapazitäten im Krefelder Rheinhafen durch den Kauf eines seit zwei Jahren leerstehenden Objekts vergrößert. Über den Kaufpreis für Grundstück und Gebäude an der Silostraße 25 haben die beiden Geschäftsführer Thomas Pegels (59) und Dirk Bestendonk (34) mit der bisherigen Besitzerin, der Crefelder Lagerhausgesellschaft Schou, Stillschweigen vereinbart. Noch einmal die gleiche Summe werde man in Renovierung und Modernisierung stecken, sagt Pegels und ergänzt: „Eine erhebliche Summe.“

Hintergrund für die Übernahme des Standorts der Schou GmbH & Co KG, die in Ermangelung eines Nachfolgers geschlossen worden war, sei „der wachsende Stellenwert des Agrarbereichs in Krefeld“, erklärt Pegels. Dazu trägt auch die Entwicklung eines bereits im Hafen ansässigen Pegels-Kunden Cargill bei sowie der geplante Umzug des Kunden GoodMills mit Europas größter Getreidemühle von Köln nach Krefeld. „Der Hafen ist der größte Agrarstandort am Rhein in Deutschland“, verdeutlicht Pegels die „besondere Stellung des Standorts.“

Doppelt so viele Tonnen Getreide, Mais und Ölsaaten von Raps und Sonnenblume wie bisher kann Pegels durch den Zukauf der vorher zum gleichen Zweck verwendeten Areals im Hafen unterbringen: insgesamt 50 000 Tonnen in Silo- und Schüttgutlagern. Hinzu kommen noch 14 000 Quadratmeter Hallenflächen für Schütt- und Stückgut sowie einer „ausweitbaren Freifläche“.

Die Ernte verlässt Krefeld über Wasser, Schiene und Straße

Außer dem bisherigen Lagerstandort an der Hentrichstraße und dem neuen an der Silo-straße gehören der Pegels-Gruppe noch Agrarhandels-Niederlassungen in Tönisvorst und in Rheurdt im Kreis Kleve, an denen die Landwirte ihre Ernte anliefern, die dann in den Rheinhafen weitertransportiert wird und dann auf drei Wegen Krefeld verlässt: über Wasser, Schiene und Straße. Alle Standorte der Gruppe, die insgesamt 45 Mitarbeiter hat, sollen erhalten bleiben. Von den 18 Beschäftigen im Hafen werden überwiegend Agrargüter umgeschlagen und gelagert – vier der Beschäftigten wurden wegen der Weiterentwicklung des Standorts zusätzlich eingestellt. Pegels übernimmt auch Dienstleistungen wie Trocknung, Reinigung und Begasung der Waren. Letzteres geschieht, um Schädlinge von den Waren fernzuhalten. Raps- und Sonnenblumensaaten werden von den Kunden vor allem zu Ölen und Fetten im Lebensmittelbereich verarbeitet; die Schrote, also Reste, für regionales Eiweißfutter verwendet.

Im Hafen hat das 1923 gegründete und 1984 nach Krefeld umgezogene Unternehmen seit acht Jahren noch einen dritten Standort im Wendebecken. Auf dem gepachteten Gelände steht der mobile 70-Tonnen-Umschlagbagger der Firma, mit dem auch industrielle Güter von oder auf Binnen- und Seeschiffe geladen werden.

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