Joachim C. Heitmann übt Kritik an den Oberbürgermeister-Kandidaten der anderen Parteien.

Parteitag
FDP-Parteichef Joachim C. Heitmann. Archiv

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Dirk Jochmann

FDP-Parteichef Joachim C. Heitmann. Archiv

Krefeld. Die FDP hält weiterhin einen eigenen Oberbürgermeisterkandidaten für möglich. Es werde immer wieder die Frage in der Bürgerschaft nach einem liberalen Kandidaten gestellt, berichtet FDP-Kreisvorsitzender Joachim C. Heitmann auf dem Parteitag am Samstag in Hüls.

„Der Kreishauptausschuss wird sich mit dieser Frage beschäftigen. Es hängt davon ab, wie viel reale Unterstützung aus der Bürgerschaft wir erfahren. Den vielen aufmunternden Worten mögen nun Taten folgen.“

In seinem Rechenschaftsbericht gibt sich Heitmann kämpferisch. Er bezeichnet den CDU-Kandidaten als „schwarzen Peter“ Vermeulen, der bemüht sei, sich von der zehnjährigen Amtsführung seines Parteifreundes zu distanzieren. Bei einem objektiven Rückblick gebe es zwar Schatten, aber auch Licht in dessen Arbeit.

„In seinen ersten Amtsjahren war der scheidende Oberbürgermeister durchaus bereit, mit der FDP gegen den erbitterten Widerstand seines damaligen Fraktionsvorsitzenden, strukturelle Veränderungen vorzunehmen, die sich als segensreich erwiesen haben, wie Zoo, Hafen und Krankenanstalten.“ Die Amtsführung habe aber an Schwung verloren und in Stagnation geendet.

Parteichef warnt vor den Folgen einer Steuererhöhung

Bürgermeister Frank Meyer, „den man zurzeit noch als Favoriten für die OB-Wahl ansehen muss, ist populär, aber auch populistisch. Der Grüne Thorsten Hansen und seine Ratsfraktion „präsentieren sich nicht als ,vermittelnde Kraft‘, die sie sein möchten, sondern als antreibende Kraft, wenn es darum geht Steuern zu erhöhen und neue Steuern einzuführen.“

Heitmann: „Krefeld hat zwischen Mitte 2013 und Ende 2014 mehr als 1000 Arbeitsstellen in der Industrie verloren. Die geplante Gewerbesteuererhöhung würde den Wirtschaftsstandort in einer schwierigen Phase treffen. Die massiven Erhöhungen der Realsteuersätze, die der Kämmerer vorschlägt, konterkarieren die Bemühungen, steuerstarke Unternehmen für den Standort Krefeld zu gewinnen.“

Der Kreisvorsitzende betont: „Die FDP ist niemandes Co-Pilot oder Beifahrer. Unsere Koalitionspartner sind die unabhängigen Krefelder Bürgerinnen und Bürger.“

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