Durch die Gründung einer Genossenschaft haben die ehrenamtlich arbeitenden Mediziner mehr Möglichkeiten.

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Ralf Brandstetter, Karin Meincke und Achim Thater hoffen auf einen höheren Bekanntheitsgrad.

Ralf Brandstetter, Karin Meincke und Achim Thater hoffen auf einen höheren Bekanntheitsgrad.

privat

Ralf Brandstetter, Karin Meincke und Achim Thater hoffen auf einen höheren Bekanntheitsgrad.

Krefeld. Für die ambulante Versorgung Schwerstkranker und Sterbender hat das seit 2005 mit Ärzten und Pflegekräften zusammenarbeitende Palliativ-Netzwerk eine eingetragene Genossenschaft gegründet und ist damit Partner der Krankenkassen.

Das Netzwerk ist eng mit dem Hospiz verbunden und hat dort auch seine Geschäftsstelle und Telefonzentrale. Krefeld gehört damit zu den ersten Städten, in denen Palliativ-Netzwerke einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen abschließen und den gesetzlichen Anspruch der Patienten auf palliative Versorgung erfüllen können.

Als Genossenschaft hat das Palliativ-Netzwerk Krefeld auch einen Aufsichtsrat, der mit der niedergelassenen Anästhesistin Ulrike Schunk-Paschke, der Hospizleiterin Brigitte Schwarz und der Leiterin des Palliativpflegerischen Dienstes der Caritas, Ruth Zipfel-Krieg, besetzt ist. Mit 26 Kräften werden im Laufe eines Jahres 180 Sterbende versorgt

Brigitte Schwarz weiß aus Umfragen und Erfahrung: "Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben." Das zu ermöglichen, ist das Ziel des Palliativ-Netzwerks, dem zurzeit zehn der 28 Ärzte gehören, die sich 2007 zur ehrenamtlichen Tätigkeit zusammengeschlossen hatten.

Dr. Ralf Brandstetter weist darauf hin, dass etwa zehn Prozent der Schwerstkranken und Sterbenden die Dienste des Palliativ-Netzwerks benötigen: "Für rund 90 Prozent ist die Basisversorgung gut." Dr. Achim Thater: "Für die Organisation haben wir bewusst die Genossenschaft gewählt, damit die Zahl erweiterbar ist."

Die Arbeit ist mit dem Tod des Patienten nicht beendet

Die Mitglieder des Netzwerks, die Oberin der DRK-Schwesternschaft, Karin Meincke, und die niedergelassenen Palliativmediziner Dr. Ralf Brandstetter und Dr. Achim Thaler haben eine Rufbereitschaft eingerichtet und hoffen, dass dies und die Nummer, unter der diese Bereitschaft zu erreichen ist, bald bei allen Hausärzten und Notdiensten bekannt ist. Die Nummer lautet Ruf 93 13 30.

Neben den Ärzten und Pflegekräften kann das Hospiz inzwischen 52 geschulte ehrenamtliche Sterbebegleiter einsetzen. Die Pflegekräfte des Netzwerks sehen ihre Aufgabe nicht mit dem Tod des Patienten beendet. Ruth Zipfel-Krieg: "Wir kümmern uns auch um die Angehörigen. Ein halbes Jahr nach dem Todesfall fragen wir schriftlich nach, ob noch Rat benötigt wird."

Teil der neuen Organisation, die für alle Kassen jetzt der Partner wird, ist die Koordinationsstelle, die mehr als nur die 24-Stunden-Erreichbarkeit organisiert, sondern auch Betten- und Materialeinsatz bis hin zur Übernahme des Patienten in das Hospiz.

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