Bezirksvertreter West wollen die „Landmarke“ am Corneliusplatz platzieren.

Ein detailgetreues Modell zeigt im Pianohaus, wie das Denkmal vor der Zerstörung aussah. Die neuen Besitzer fänden einen Wiederaufbau toll.
Die de-Greiff-Säule oder auch das Cornelius-Denkmal im Jahr 1903 am Ostwall.

Die de-Greiff-Säule oder auch das Cornelius-Denkmal im Jahr 1903 am Ostwall.

Die de-Greiff-Säule oder auch das Cornelius-Denkmal im Jahr 1903 am Ostwall.

Krefeld. 70 Jahre lang wurde war die de-Greiff-Säule auf einem Uerdinger Betriebshof zwischengelagert und störte eigentlich nur. Jetzt sind gleich zwei Gruppen an ihr interessiert. Die Interessengemeinschaft (IG) Ostwall will sie wieder auf dem Ostwall platzieren, wo sie früher auch stand. Die Bezirksvertreter in West möchten die 5,80 Meter hohe Säule im jetzigen Zustand so bald wie möglich auf dem Corneliusplatz errichtet wissen.

Landvermesser Georg Opdenberg plädierte in der Sitzung dafür, die Säule am südlichen Rand des Platzes so zu positionieren, dass sie zugleich als Sonnenuhr fungieren kann. Damit würde das Relikt auf dem Platz ihres Namensgebers, dem Krefelder Seidenwarenfabrikant Cornelius de Greiff, stehen. „Ich möchte kein Denkmal, sondern so etwas wie eine Landmarke, die aufmerken lässt und an der man Erinnerungen an die Geschichte der Krefelder Textilindustrie festmachen kann.“

Der Corneliusplatz sei genau nach Süden ausgerichtet, sagt Opdenberg. „Zu beobachten, wie der Schatten der Säule in ihrer Funktion als Sonnenuhr über die Hauswände und bei höher stehender Sonne über Markierungen im Boden wandert und bei dem Weg das jeweilige Datum anzeigt, daran können Jung und Alt Freude haben.“

Die Politiker, allen voran Bezirksvorsteher Klaus-Dieter Menzer, wollen sich dafür einsetzen, dass die „symbolträchtige Lösung mit ihren Bezügen zur Krefelder Textilgeschichte“ zieht und auf dem Corneliusplatz errichtet wird: „Wir haben die besseren Argumente.“ cf

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