Stadt und Fraktionen arbeiten im Planungsausschuss an der Zukunft Krefelds. Für die Siedlung Plankerheide in Fischeln gibt es vom Land tatkräftige Unterstützung.

Stadt und Fraktionen arbeiten im Planungsausschuss an der Zukunft Krefelds. Für die Siedlung Plankerheide in Fischeln gibt es vom Land tatkräftige Unterstützung.
So sehen die Pläne des Architekten Hadi Teherani für das Projekt Rheinblick aus. Stadt und Investoren sind zuversichtlich, das sie realisiert werden.

So sehen die Pläne des Architekten Hadi Teherani für das Projekt Rheinblick aus. Stadt und Investoren sind zuversichtlich, das sie realisiert werden.

KRP

So sehen die Pläne des Architekten Hadi Teherani für das Projekt Rheinblick aus. Stadt und Investoren sind zuversichtlich, das sie realisiert werden.

Lang ist die Tagesordnung des Ausschusses für Stadtplanung diesmal nicht, dafür hat sie es in sich. Mit Vorlagen und Informationen zu Veranstaltungsimmobilie Krefeld (Seidenweberhaus und Kesselhaus), Rheinblick in Uerdingen und den geplanten neuen Wohngebieten Fischeln-Plankerheide und Emil-Schäfer-Straße in Bockum stehen impulsgebende Stadtplanungen am Donnerstagabend auf der Agenda der Fraktionen.

Hochwasserschutz bei Rheinblick ist laut Linne gewährleistet

Die aktualisierte Prioritätenliste zur Bearbeitung von Bebauungsplanverfahren zeigt, welche Planverfahren beziehungsweise Bauvorhaben derzeit vorangetrieben, welche erst einmal zurückgestellt worden sind. Das Projekt Rheinblick steht bei insgesamt 97 Vorhaben immer noch an erster Stelle.

Wieso das trotz immer noch nicht erfolgter dritter Offenlegung so ist, erklärt Planungsdezernent Martin Linne im Ausschuss. „Wir sind mit der Bezirksregierung im Gespräch, wie wir den Hochwasserschutz gewährleisten können“, sagt Linne. Das Verfahren werde formal eingeleitet, aber über die Verfahrensart gebe es derzeit noch Klärungsbedarf: „Wir meinen, eine Plangenehmigung reicht, die Bezirksregierung überlegt ein Planfeststellungsverfahren.“ Der zeitliche Unterschied liege in anderthalb Jahren.

„Mit allen Beteiligten wie den beiden Investoren und dem Chempark ist der Sachstand diskutiert“, sagt Linne. In der Zwischenzeit wolle die Stadt noch einmal alle Gutachten auf Aktualität und letztendlich Plausibilität prüfen, um sie juristisch unangreifbar zu machen. Der Chempark erhalte im Vorfeld ein Paket, um alle Punkte noch mal gemeinsam zu diskutieren. Erst danach sei mit dem Offenlagebeschluss zu rechnen. Frühestens also in der Sitzung am 5. Mai.

Fakten zu Seidenweberhaus in Unterlage übersichtlich aufgelistet

Auf Wunsch der Fraktionen hat die Verwaltung stichwortartig alle Abwägungspunkte für eine neue Veranstaltungshalle auf dem Theaterplatz, am Südausgang Hauptbahnhof und im Mies-van-der-Rohe-Businesspark (MvdR-Business-Park) in einer Unterlage zusammengefasst. Erstmals wurden die sieben Veranstaltungsflächen im MvdR-Business-Park mit entsprechender Quadratmetergröße aufgelistet. Diskutiert wird darüber in diesem Ausschuss jedoch nicht.

SPD begründet „Kehrtwende“ bei Neubaugebiet Emil-Schäfer-Straße

Diskutiert wird hingegen über das geplante Neubaugebiet Emil-Schäfer-Straße. Ein Teil der Anwohner der Bethelstraße ist anwesend. In Briefen hatten sie sich zuvor vor allem an die SPD- und CDU-Fraktion gewandt, denen sie nach drei Bürgerbeteiligungen eine Kehrtwende vorwerfen. 2016 hatten die noch eine Erschließung über die Bethelstraße abgelehnt. Nun sprechen sich Jürgen Hengst (SPD) und Jürgen Wettingfeld (CDU) wieder für diese zweite Erschließung des 8,5 Hektar großen Bockumer Neubaugebietes aus.

„Das ist kein einfacher B-Plan“, erklärt Hengst. Die neue Vorlage der Verwaltung im vergangenen Dezember zeige, dass diese Erschließungsvariante sinnvoll sei, weil nun statt der angedachten Gewerbe- und Einzelhandelsflächen und der zusätzlichen Nutzung der ehemaligen Kaserne ausschließlich hochwertige Wohnbebauung entstehen könne. Den von den Anwohnern „unterstellten massiven Durchgangsverkehr“ sieht Hengst nicht, zumal es sich um eine Sackgasse handele. Ein Gutachter soll zunächst die beiden Erschließungsvarianten prüfen, bevor Ende des Jahres die Entscheidung falle.

Entlang der K-Bahn-Trasse in Fischeln ist neue Siedlung geplant

Durch das finanziell aufgestockte NRW-Förderprogramm „kooperative Baulandentwicklung“ eröffnet sich für Krefeld laut Linne nun die Möglichkeit, die 13 Hektar große Fläche Plankerheide zwischen K-Bahn, Friedhof, Kölner Straße und Fischelner Dorfgraben mit Mehrfamilienhäusern zu bebauen. Ein Großteil der Planungs- und Entwicklungsarbeit sowie eine günstige Finanzierung würde vom Land übernommen.

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