CDU und SPD setzen Gesellschaft mit alternativen Grundstücken unter Druck und fordern einen Preisnachlass.

Rot markiert ist das bisher für den Neubau der Feuerwache vorgesehene Gelände im Bereich Neue Ritterstraße/Dießemer Bruch.
Rot markiert ist das bisher für den Neubau der Feuerwache vorgesehene Gelände im Bereich Neue Ritterstraße/Dießemer Bruch.

Rot markiert ist das bisher für den Neubau der Feuerwache vorgesehene Gelände im Bereich Neue Ritterstraße/Dießemer Bruch.

Jürgen Brefort

Rot markiert ist das bisher für den Neubau der Feuerwache vorgesehene Gelände im Bereich Neue Ritterstraße/Dießemer Bruch.

Krefeld. Scharfe Worte haben SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Hahnen und CDU-Landtagsabgeordneter Peter Kaiser im Gespräch mit der WZ am Rande des harmonisch verlaufenden Neujahrsempfangs des Bürgervereins Dießem gewählt. "Wir lassen uns nicht länger von Aurelis erpressen", sagt Hahnen.

Wenn der Eigentümer des Grundstücks am Güterbahnhof, wo unter anderem die neue Feuerwehrhauptwache geplant ist, nicht schnell seine viel zu hohen finanziellen Forderungen reduziere, komme der Bewerber nicht mehr zum Zug.

Die SPD habe ein geeignetes Grundstück in petto, auf das man kurzfristig ausweichen könne. Man wolle aber den gleichen Fehler, das Grundstück zu nennen, nicht wiederholen, um Spekulationen und Preistreiberei zu vermeiden.

"Wir prüfen derzeit verschiedene Grundstücke auf ihre Eignung und suchen mit hoher Priorität nach einer Lösung für die neue Feuerwache", führt Kaiser ergänzend aus. Beide Politiker sind sich einig, dass eine Entscheidung kurzfristig, aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr fallen solle. Kaiser geht davon aus, dass die Umsetzung selbst bei einer Neuplanung in zwei bis drei Jahren möglich ist.

Aurelis will nicht für die Entsorgung möglicher Altlasten aufkommen

Erschwerend kommt laut Hahnen hinzu, dass Aurelis Real Estate nicht die Kosten für die Entsorgung möglicher Altlasten übernehmen wolle. Dazu sei der Eigentümer jedoch verpflichtet. Schließlich steige das Grundstück dadurch im Wert. "Es kann nicht sein, dass sich der Eigentümer seinen Besitz auf Kosten der Stadt vergolden lässt." Wenn Aurelis der Stadt nicht sehr bald einen erheblichen Schritt entgegenkomme, werde man sich anderweitig orientieren. Die intensive Grundstückssuche von SPD und CDU soll den Willen nach einer kurzfristigen Lösung untermauern.

Das Risiko für Aurelis ist laut dem SPD-Fraktionschef erheblich: "Die Gesellschaft glaubt doch nicht allen Ernstes, dass die Stadt einer anderen Art der Nutzung zustimmen wird", sagt Hahnen mit drohender Stimme. Neben der Feuerwache soll auf dem Grundstück ein Baumarkt entstehen. Streitigkeiten gab es außerdem um die Zukunft der dort ansässigen Kartbahn.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer