An der Kölner Straße hat das Alexianer-Zentrum eröffnet. Ein neues Angebot richtet sich speziell an Frauen.

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Die Doppelbelastung vieler Frauen führt zu einer Zunahme psychischer Symptome und Erkrankungen.

Die Doppelbelastung vieler Frauen führt zu einer Zunahme psychischer Symptome und Erkrankungen.

dpa

Die Doppelbelastung vieler Frauen führt zu einer Zunahme psychischer Symptome und Erkrankungen.

Krefeld. Das Krankenhaus Maria Hilf hat eine neue Außen-Station eröffnet: das Alexianer-Zentrum für ambulante Angebote. Untergebracht sind die vier Abteilungen im Ärztehaus an der Melanchthonstraße, direkt an der Kölner Straße, unweit des Klinikums.

Neu ist die gynäkologisch-psychiatrische und psychosomatische Beratung mit Sprechstunde. Umgezogen sind die psychoonkologische Ambulanz und die Leitstellen des ambulanten betreuten Wohnens und des ambulanten Pflegedienstes. "Das war eine längere Entwicklung", schildert Michael Wilke, Geschäftsführer des von der Alexianer-Bruderschaft getragenen Krankenhauses Maria Hilf. Für die Einrichtung des neuen Zentrums in Stadt- und Bahnhofsnähe hat er 150000 Euro bewilligt. "Wir wollen es den Patienten möglich machen, das Angebot ohne Hemmschwellen aufzusuchen. Hier ist keine Klinikpforte, hinter der eine stationäre Einweisung zu vermuten ist."

Die Doppelbelastung vieler Frauen führt zu einer Zunahme psychischer Symptome und Erkrankungen, erklärt Dr. Ruth Bodden-Heidrich, die seit 2002 an der Oberdießemer Straße tätig ist. Vor allem Schwangerschaft, Entbindung und Wechseljahre können seelische Veränderungen herbeiführen. Die Gynäkologin und Psychiaterin sieht neben der Behandlung vor allem auch die Prävention als Aufgabe. "Wenn nötig, begleite ich die Patientin auch zur Entbindung", sagt sie. Telefonisch ist die Beratung unter Ruf 3341427 zu erreichen.

Auch die psychoonkologische Ambulanz ist umgezogen

Wenn die Diagnose Krebs lautet, verändert das den Menschen in seiner Seele, setzt eine Krise ein, weiß Dr. Claudia Bredenbeck aus inzwischen über zehn Jahren Erfahrung. Mit der psychoonkologischen Ambulanz hilft sie Menschen bei Ängsten vor Isolation und Zukunftsbewältigung, Schlafstörungen und seelischen Erschütterungen, Gedanken an den frühen Tod.

Die Behandlung kann schon bei der Diagnose und am Krankenbett einsetzen. Sie bietet unter anderem Einzel- und Gruppen- sowie Ergotherapie. Die Ambulanz ist über Telefon 3341425 zu erreichen und wie auch die gynäkologische Beratung auf Überweisung zu nutzen.

Ausgeweitet hat der Alexianer-Wohnverbund das ambulant betreute Wohnen für Menschen, die aus der Akutklinik oder aus Wohngruppen kommen. Insgesamt 100 Klienten werden in ihren Wohnungen in Krefeld und Umgebung betreut. Die Leitung hat Lena Hildebrandt, die im Alexianer-Zentrum über Ruf 3347312 zu erreichen ist.

Der schon seit 1999 zum Alexianer-Komplex gehörende Pflegedienst St. Augustin hat seine Zentrale jetzt auch an der Melanchthonstraße. Thoma Kuhnigk und sein Team gehen mit ihrem Angebot über das eines reinen ambulanten Pflegdienstes hinaus, indem sie zu 90 Prozent Menschen mit psychischen Diagnosen betreuen, derzeit etwa 130. Die 24 Fachpflegekräfte sind 24Stunden am Tag zu erreichen. Kuhnigk: "Wir wollen Heimunterbringungen verhindern." Zu erreichen ist das Team unter Telefon 3347682.

Das Alexianer-Zentrum hat sich im Ärzte-Haus an der Melanchthonstraße noch Erweiterungsmöglichkeiten reserviert. Michael Wilke denkt an eine ambulante psychiatrische Rehabilitation. Aber das müsse noch sorgsam geplant werden.

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