Eine verkehrsabhängige Steuerung soll an der St.-Anton-Straße Staus vermeiden.

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Die neue Fußgänger-Ampel an der Kreuzung St.-Anton-Straße/Ostwall hat Folgen: „Grün“ für Passanten bedeutet länger „Rot“ für die Autofahrer und längere Staus – trotz verkehrsabhängiger Steuerung.

Die neue Fußgänger-Ampel an der Kreuzung St.-Anton-Straße/Ostwall hat Folgen: „Grün“ für Passanten bedeutet länger „Rot“ für die Autofahrer und längere Staus – trotz verkehrsabhängiger Steuerung.

Andreas Bischof

Die neue Fußgänger-Ampel an der Kreuzung St.-Anton-Straße/Ostwall hat Folgen: „Grün“ für Passanten bedeutet länger „Rot“ für die Autofahrer und längere Staus – trotz verkehrsabhängiger Steuerung.

Krefeld. Ein kurzer verdutzter Blick - dann wählen die Fußgänger die soeben von Verantwortlichen aus Stadt und Politik freigeschalteten Ampelübergänge an der Kreuzung Ostwall/St.-Anton-Straße anstelle der maroden Unterführung, an denen die Rolltreppen schon lange stillstehen.

"Dennoch wird die seit Anfang der 1970er Jahre bestehende Unterführung zunächst weiter aufrecht erhalten - schon aus Vertragsgründen", sagt Baudezernent Thomas Visser.

Entscheidung über Tunnels fällt erst, wenn es eine Horten-Lösung gibt

Denn das vor dem Aus stehende Horten-Kaufhaus und die Tiefgaragen des Seidenweberhauses müssen nach wie vor unterirdisch zugänglich sein, unter anderem als Fluchtweg im Brandfall. Was dann später aus dieser Unterführung und der zweiten an Ostwall/Rheinstraße wird, soll erst geklärt werden, wenn es eine Nachfolgelösung für das Kaufhaus gibt.

"Die neuen Ampelübergänge bieten den Fußgängern die Möglichkeit, gerade abends angstfrei über die Straßen wechseln zu können", nennt Stadtsprecher Timo Bauermeister einen wesentlichen Grund für die Baumaßnahme.

Bis auf die Straßenseiten zwischen Horten- und Barmer-Haus, die durch eine Verkehrsinsel getrennt bleiben sollen, sind die drei anderen Kreuzungsseiten jetzt mit Übergängen und Ampeln für Fußgänger ausgestattet.

Als nächstes Bauvorhaben am Ostwall kündigt Visser den Umbau der Rheinstraße Richtung Uerdinger Straße an. Die Ausschreibung erfolge im Sommer. Für 2011 sei dann der Bau des Umsteigebereichs für den öffentlichen Nahverkehr an der Rheinstraße vorgesehen - vorbehaltlich der Zusage der beantragten Fördergelder.

"Die wechseln nur auf Tastendruck für die Fußgänger auf "Grün", damit der ohnehin beeinträchtigte Autoverkehr so wenig wie möglich gestört wird", erläutert Christian Eilers vom Fachbereich Tiefbau.

"Die reinen Bauarbeiten haben nicht einmal einen Monat gedauert", so der Fachgebietsleiter Verkehrstechnik. Die verkehrsabhängige Steuerung der Signalanlage trage dazu bei, Staus zu vermeiden.

Die Signalanlage hat rund 150000 Euro gekostet. Noch provisorisch seien die Rillenkontaktplatten, die Blinden die Richtung weisen, und später durch Rillensteine ersetzt werden.

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