Nach den Attacken von Neonazis auf politische Gegner an einer Raststätte in Ostdeutschland hat die Polizei Verdächtige aus Krefeld und dem Raum Duisburg in Gewahrsam genommen.

Täter aus der rechten Szene haben in Ostdeutschland zugeschlagen.
Täter aus der rechten Szene haben in Ostdeutschland zugeschlagen.

Täter aus der rechten Szene haben in Ostdeutschland zugeschlagen.

dpa

Täter aus der rechten Szene haben in Ostdeutschland zugeschlagen.

Erfurt/Krefeld (dpa/red). Zwei Überfälle von Neonazis auf politische Gegner haben die Debatte um rechte Gewalt und den notwendigen Polizeischutz entfacht. Auf Autobahnraststätten bei Chemnitz und Jena schlugen am Wochenende Neonazis auf mehrere Teilnehmer einer Dresdner Kundgebung ein. Die Täter stammen unter anderem aus Krefeld.

Dabei erlitt ein 42-Jähriger aus Hessen eine schwere Kopfverletzung. Die Polizei stellte die Personalien von insgesamt 56 Verdächtigen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Nordrhein- Westfalen und sogar Schweden jeweils nur wenige Minuten später. In Dresden hatten am Jahrestag der Bombardierung der Stadt 10 000 Menschen gegen den gleichzeitigen Aufmarsch von 6000 Rechten demonstriert.

Die erste Attacke geschah Samstagvormittag an der Raststätte Rabensteiner Wald der A 4 bei Chemnitz. Eine Gruppe von 13 Männern und zwei Frauen aus Krefeld und dem Raum Duisburg soll sieben Mitglieder des Weimarer Bürgerbündnisses angegriffen haben, die auf dem Weg nach Dresden waren. Die Opfer sprechen von Flaschenwürfen und Tritten ins Gesicht. Die Polizei nahm die Verdächtigen in Gewahrsam.

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