Der Angeklagte im Prozess um den Mord am Autohändler Askin U. sagte, dass der wahre Mörder ein gewisser "Paul" sei.

wza_500x365_491657.jpg
Fred W. auf der Anklagebank des Krefelder Landgerichts.

Fred W. auf der Anklagebank des Krefelder Landgerichts.

Dirk Jochmann

Fred W. auf der Anklagebank des Krefelder Landgerichts.

Krefeld. Im Prozess gegen den mutmaßlichen Doppelmörder und Bankräuber Fred W. hat der Angeklagte am Mittwoch behauptet, erpresst worden zu sein.

Der wahre Mörder der beiden Autohändler sei ein gewisser "Paul", sagte der 45-Jährige dem Krefelder Landgericht, ohne den Unbekannten näher zu beschreiben.  Zuvor hatte er behauptet, der Mörder sei ein Türke.

Er selbst habe die Opfer lediglich observiert. Nach dem Mord an einem belgischen Autohändler habe er Angst gehabt, dass "Paul" seinen Kindern etwas antun könnte.

Der 45-jährige Angeklagte muss sich in Krefeld für den Mord am 27-jährigen türkischen Autohändler Askin U. im Mai 2008 in Krefeld-Oppum verantworten. Zuvor war im belgischen Schilde ein Autohändler mit der selben Schalldämpfer-Pistole erschossen worden. Die Waffe war bei Fred W. gefunden worden.

Der Angeklagte hat in dem Prozess bereits eine Serie von vier Banküberfällen 1990 und 1995 in Preetz (Schleswig-Holstein) und Wuppertal gestanden. Dabei hatte er insgesamt 190 000 Mark (97 000 Euro) erbeutet. Im Juli vergangenen Jahres war der Norddeutsche auf Mallorca aufgespürt und festgenommen worden. dpa/Red.
 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer