Sechs junge Talente sind gestern bei „Jugend musiziert“ in der Kategorie Pop angetreten – zwei kamen in die nächste Runde.

Fast wie im Fernsehen: Mit Songs von Pink, Alicia Keys oder Silbermond treten die Jugendlichen, hier Meike Kaiser aus Moers, vor die Jury.
Fast wie im Fernsehen: Mit Songs von Pink, Alicia Keys oder Silbermond treten die Jugendlichen, hier Meike Kaiser aus Moers, vor die Jury.

Fast wie im Fernsehen: Mit Songs von Pink, Alicia Keys oder Silbermond treten die Jugendlichen, hier Meike Kaiser aus Moers, vor die Jury.

Dirk Jochmann

Fast wie im Fernsehen: Mit Songs von Pink, Alicia Keys oder Silbermond treten die Jugendlichen, hier Meike Kaiser aus Moers, vor die Jury.

Krefeld. Mit vorsichtigen Schritten betritt die junge Johanna Pfahlmann die Musikschule Krefeld, den Ort, an dem sie vor großem Publikum singen wird. Die 20-Jährige kommt aus Moers und nimmt am Regionalwettbewerb Jugend musiziert teil.

Johanna tritt in der Kategorie Gesang (Pop), Altersgruppe V, an und präsentiert insgesamt fünf Songs, darunter "Dear Mr. President" von Rockröhre Pink und "Talkin’ ’Bout a revolution" von Tracey Chapman. Ein eigens komponierter Titel ist auch dabei: "Kleiner Großstadtjunge". Dabei wird die junge Musikerin von ihrem Schulfreund Johannes Graeber an der Gitarre begleitet.

Johanna ist zum ersten Mal bei dem Regionalwettbewerb der Region Kreis Kleve, der Stadt Krefeld und dem linksrheinischen Kreisgebiet von Wesel dabei und sichtlich nervös. "Das ist hier ein bisschen wie bei der mündlichen Prüfung im Abitur", sagt Johanna. Nur mit dem Unterschied, dass sie heute nicht unbedingt die Beste sein will. "Ich möchte lernen, mit dem Druck umzugehen, und meinen Marktwert testen."

Johanna nimmt seit vier Jahren Gesangsunterricht in der Musikschule in Moers und hat sich auf den heutigen Tag mit vielen Sonderproben vorbereitet. Und dann ist der große Moment für die junge Musikerin auch schon gekommen. Johanna wird in den Musiksaal gerufen, der aus allen Nähten platzt. Groß ist das Interesse der Besucher an den jungen Stimmen. Nun gibt es für Johanna kein Zurück mehr.

Der Musikschul-Chef findet die Leistungen teilweise "CD-reif"

Doch alle anfängliche Nervosität ist ab der ersten Sekunde ihres Auftritts verschwunden. Johanna begeistert die vierköpfige Jury mit ihrer sanften aber trotzdem impulsiven Stimme. Nach 20 Minuten ist alles vorbei - Johanna hat ihren großen Auftritt hinter sich und ist sichtlich erleichtert. "Ich bin froh, dass es vorbei ist." Jetzt heißt es Warten auf das Ergebnis der Jury.

Der Landeswettbewerb von Jugend musiziert findet vom 17. bis 21. März in Essen statt, der Bundeswettbewerb vom 21. bis 28. Mai in Lübeck. Am Wochenende kamen rund 1000 Besucher nach Krefeld, um den Darbietungen der 200 Teilnehmer zu folgen. Die Jüngsten im Wettbewerb sind sechs Jahre alt, die Ältesten 20 Jahre.

Am Samstag: Alte Musik, Duo Klavier und Blasinstrument, Solowertung Violine, Klavier Kammermusik, Solowertung Viola, Solowertung Violoncello. Am Sonntag: Duo Klavier und Blasinstrument, Ensemble Zupfinstrumente, Solowertung Violine, Solowertung Akkordeon, Solowertung Violoncello, Gesang solo (Pop).

Mit Johanna haben sich heute noch fünf weitere junge Gesangstalente aus Moers, Duisburg und Krefeld den kritischen Ohren der Jury gestellt. Darunter sind einige herausragende Leistungen, sagt der Musikschulleiter Ralph Schürmanns. "Das war teilweise CD-reif."

Ab einer Punktzahl von 23 haben die jungen Nachwuchstalente die erste Hürde geschafft und dürfen beim Landeswettbewerb teilnehmen. Und wer sich da durchsetzt singt beim großen Bundeswettbewerb. Ob auch die Sängerin Johanna dabei sein wird?

Die Jury hat entschieden: Das Nachwuchstalent aus Moers hat überzeugt und bekommt 23 Punkte. "Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet", freut sich die 20-jährige. Mit ihr darf sich auch Aylin Bayboga aus Krefeld freuen. Sie hat es ebenfalls in den Landeswettbewerb geschafft. Damit geht für die jungen Musiker ein langer, aber erfolgreicher Tag beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert zu Ende.

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