870 000 Euro fehlen. Politik folgt der Verwaltung nicht.

Das KWM wird umgebaut - doch der Stillstand droht.
Das KWM wird umgebaut - doch der Stillstand droht.

Das KWM wird umgebaut - doch der Stillstand droht.

Bischof, Andreas (abi)

Das KWM wird umgebaut - doch der Stillstand droht.

Krefeld. Beim Umbau des Kaiser-Wilhelm-Museums (KWM) droht ein Stillstand. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung zusätzliche Mittel in Höhe von 870 000 Euro verweigert. Das Geld wird gebraucht, weil während der laufenden Bauarbeiten Schäden am Mauerwerk zutage getreten sind, die zwingend beseitigt werden müssen. „Wenn der Rat nicht zustimmt, kann es zu Verzögerungen kommen. Vielleicht ziehen Baufirmen ihre Leute ab“, sagte Dezernent Martin Linne.

Um die zusätzlichen Mittel für die KWM-Sanierung zu beschaffen, möchte die Linne die Erweiterung der Bismarckschule verschieben. Dafür gibt es aber keine politische Mehrheit. Überraschend brachte Linne während der Ratssitzung deshalb eine andere Lösung ins Spiel: Da der U3-Ausbau nicht so rasch wie geplant gelinge, seien Mittel im Haushalt frei, die für das KWM genutzt werden könnten.

Joachim C. Heitmann (FDP) warf Linne ein „eklatantes Führungsversagen vor“. Bei den Kosten für die Sanierung des Museums fahre der Dezernent eine „unerträgliche Salami-Taktik“. Die 870 000 Euro seien beim KWM sicher nicht die letzte Nachforderung.

Auf Antrag von Wilfrid Fabel (CDU) wurde das Thema an die Fachausschüsse (Bau und Schule) verwiesen. Dort soll noch vor der Sommerpause entschieden werden, aus welchem Topf die 870 000 Euro kommen sollen. re

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