Seyran Ates wäre am 18.März in Krefeld zu Gast gewesen.
Seyran Ates wäre am 18.März in Krefeld zu Gast gewesen.

Seyran Ates wäre am 18.März in Krefeld zu Gast gewesen.

dpa

Seyran Ates wäre am 18.März in Krefeld zu Gast gewesen.

Krefeld. Nach anonymen Morddrohungen hat sich die deutsch-türkische Anwältin und Schriftstellerin Seyran Ates komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und damit auch ihre Lesung am 18. März in der Volkshochschule Krefeld abgesagt. Anlass der Drohungen ist die Veröffentlichung ihres als "Streitschrift" betitelten neuen Buches "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution".

Seyran Ates plädiert darin für die Abschaffung der in islamisch geprägten Ländern weit verbreiteten arrangierten Ehe und spricht sich für einen offenen Umgang mit dem Thema Homosexualität aus sowie für mehr Selbstbestimmung für muslimische Frauen. Schon vor drei Jahren musste sich Ates als scharfe Kritikerin des Islam wegen massiver Drohungen für einige Zeit aus der Öffentlichkeit zurückziehen und ihre Kanzlei schließen, weil sie eine türkischstämmige Frau in einer Scheidungssache vertrat. 1984 erlitt Ates lebensgefährliche Verletzungen, als ein muslimischer Mann auf sie schoss.

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