Ein 27-Jähriger soll einen Ukrainer aus Habgier getötet und die Leiche in einen Sack gesteckt haben. Der Angeklagte räumte die Tat am Freitag ein.

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In diesem Sack war die Leiche nach Hünxe geschafft worden.

In diesem Sack war die Leiche nach Hünxe geschafft worden.

In diesem Sack war die Leiche nach Hünxe geschafft worden.

Krefeld. Er soll heimtückisch einen ukrainischen Autohändler getötet haben: Wegen Mordes steht seit Freitag Maxim P. vor dem Krefelder Landgericht. Der 27 Jahre alte Mann, der in Russland geboren wurde, soll den 37-Jährigen in seiner Wohnung an der Gladbacher Straße am 8. Juni 2008 aus Habgier erstochen haben.

Laut Anklage hat Maxim P. den Ukrainer C. auf dem Friedrichsplatz kennengelernt. Dabei stellte sich heraus, dass das spätere Opfer Autos in Deutschland kaufen wollte. Dazu habe C. eine größere Summe Bargeld dabei gehabt und P. nach einem preisgünstigen Hotel gefragt. Der bot ihm für 50 Euro seine Wohnung an. C. nahm an.

Maxim P. hatte Schulden bei Leuten aus der Drogenszene

Nach dem Genuss von reichlich Bier und Wodka soll sich das spätere Opfer schlafen gelegt haben. Spätestens jetzt habe der Angeklagte, der Schulden bei Landsleuten aus der Drogenszene hatte, beschlossen, C. zu töten. So wollte er an die bei ihm vermutete größere Bargeldsumme kommen, so die Anklage.

Als er merkte, dass sein Bettnachbar in einen tief Schlaf verfallen war, habe er ein Küchenmesser geholt. Mit dem versetzte er C. demnach einen wuchtigen, tödlichen Stich in den Hals. Anschließend habe er aus dem Brustbeutel des Toten etwa 7500 Euro genommen. Die Leiche habe er später, verstaut in einen Sack, der auf Baustellen verwendet wird, in einem Wald bei Hünxe abgelegt.

Der Angeklagte räumte die Tat am Freitag zwar ein. Er erzählte aber eine ganz andere Version das Hergangs. Während des Essens habe man ordentlich dem Alkohol zugesprochen. Dann sei es am Tisch zum Streit gekommen, weil er von seinem Gast im Vorfeld das Geld für die Logis haben wollte. "Ich wollte Wurst abschneiden, da steckte das Messer schon in seinem Hals." Bei der Polizei sagte er aus: "Ich kann mich nur noch daran erinnern, es rausgezogen zu haben."

Erst dann habe er die Geldsäckchen am Körper des Toten gesehen. 15 Scheine zu je 500 Euro habe er entnommen und teilweise in seiner Geldbörse und im Sparschwein verteilt. Danach habe er sich angezogen und sei um fünf Uhr in der Früh wieder zur Platte gegangen, um Heroin zu kaufen und sich so zu beruhigen. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

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