Komitee denkt für die Zukunft über Alternativen nach.

Krefeld. "Einvernehmen" haben am Donnerstag Seidenweberhaus und Festkomitee Krefelder Karneval (FK) erzielt: Die Altweiberparty am 11. Februar wird stattfinden. Das ist der Inhalt einer knappen Pressemitteilung, die die WZ erreichte. Um wie viel Geschäftsführer Paul Keusch den Karnevalisten entgegen gekommen ist, bleibt freilich ein Geheimnis.

FK-Geschäftsführer Günter Wolff macht allerdings kein Geheimnis daraus, dass man sich angesichts der neuen Situation schon fürs kommende Jahr nach Alternativen umsehen werde. Zum ersten Mal seit über 30 Jahren pocht die Stadt auf Einhaltung des Limits von 1425 Besuchern, wie es in der Baugenehmigung von 1973 festgeschrieben ist. Der "Palais" am Ostwall oder die Königsburg könnten laut Wolff Alternativen sein. Er hofft nun auf 1425 Partygäste, die mit neun Euro (Vorverkauf) und zwölf Euro Abendkasse dabei sind.

Für die Grönländer war der Kostendruck zu groß

Abschied vom Seidenweberhaus hat am vergangenen Samstag nach 35 Jahren die Karnevalsgesellschaft Grönland genommen. "Der Kostendruck ist zu groß geworden", sagt Kerstin Rundholz, die Vorsitzende, und meint auch die Saalmiete. Kamen vor zehn Jahren noch 800 bis 900 zahlende Gäste zur Prunksitzung, waren es zuletzt noch 600. Im Stadtwaldhaus kommt der Verein besser über die Runden.

Rundholz: "Karneval ist sehr, sehr teuer geworden." Früher seien Büttenredner für 20 Mark zu haben gewesen, heute gehe kaum einer unter 50 Euro selbst bei kleinen Veranstaltungen auf die Bühne. "Die meisten wollen 200 Euro und mehr". Die Grönländerin sieht im "Lachenden Königpalast" weniger eine Konkurrenz. "Da will keiner Büttenredner hören oder Tanzgarden sehen." Früher hätten sich die Leute drei Karnevalssitzungen gegönnt, heute "haben sie einfach kein Geld mehr dafür". al

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