Dinant Beunk verschenkt das aus einem Birkenstamm geschnitzte Instrument an die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt.

Dinant Beunk verschenkt das aus einem Birkenstamm geschnitzte Instrument an die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt.
Alexander Raitz von Frentz (l.), 1. Vorsitzender des Vereins Flachsmarkt, zusammen mit Dinant Beunk und dem Horn.

Alexander Raitz von Frentz (l.), 1. Vorsitzender des Vereins Flachsmarkt, zusammen mit Dinant Beunk und dem Horn.

Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt

Alexander Raitz von Frentz (l.), 1. Vorsitzender des Vereins Flachsmarkt, zusammen mit Dinant Beunk und dem Horn.

Linn. Rund um das niederländische Achterhoek spielen Menschen das Mitwinterhorn – ein jahrhundertealtes Ritual. Mit diesem Instrument soll zwischen dem ersten Adventssonntag und dem Dreikönigstag die Dunkelheit vertreiben und das Licht angekündigt werden. Dinant Beunk beherrscht noch das Spiel des Mitwinterhorns. Der 61-jährige Niederländer fertigt es zudem seit vielen Jahren an. Seit drei Jahrzehnten zeigt er diese Kunst auf dem Krefelder Flachsmarkt.

Beunk hörte durch Mundpropaganda von Krefeld

Zum Jubiläum überreicht Beunk der Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt ein von ihm handgefertigtes Exemplar des seltenen Instruments als Geschenk. Mundpropaganda unter Beschickern historischer Kunsthandwerkermärkte hatte den Niederländer 1988 erstmals zum Flachsmarkt gebracht. „Ich bin bei verschiedenen Veranstaltungen immer wieder einem ‚historischen Barbier‘ begegnet“, erinnert sich Beunk. Dieser habe ihm zur Teilnahme am Krefelder Flachsmarkt geraten. „Also habe ich Kontakt zur Arbeitsgemeinschaft aufgenommen und mich – mit Erfolg – beworben“, sagt der Instrumentenbauer. Seitdem hat er keinen einzigen Flachsmarkt versäumt. Die Besucher können auch in diesem Jahr erleben, wie aus einem Birkenstamm ein Instrument entsteht. Heute fertigt er außerdem traditionelle Holzblasinstrumente aus Norwegen und dem Sudan sowie australische Didgeridoos. Das Mitwinterhorn bleibt nach wie vor Kernstück seines Standes. Neben Beunk feiern in diesem Jahr weitere Handwerker ihre 30-jährige Teilnahme auf dem Flachsmarkt. Dazu zählen Herwart Frie (Porzellandesign), Gunter und Niki Hermans (Gefäßkeramik), Mauga Houba-Hausherr (Portraitmalerin) und Ellen Ostendorf (Handdruck auf Stoff und Papier).

Der Flachsmarkt hat am Samstag, 19., sowie am Pfingstsonntag, 20. Mai, jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Am Montag, 21. Mai, können Interessierte den Markt von 10 bis 18 Uhr besuchen. An der Tageskasse kosten die Tickets acht Euro für Erwachsene. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre zahlen zwei Euro, Kinder unter sechs haben freien Eintritt. Samstag ist Familientag.

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