In der Fledermaus-Nacht räumen Experten mit dem Negativ-Image der Tiere auf.

Fledermaus-Fan: Die fünfjährige Neele mit Plüsch-Exemplar.
Fledermaus-Fan: Die fünfjährige Neele mit Plüsch-Exemplar.

Fledermaus-Fan: Die fünfjährige Neele mit Plüsch-Exemplar.

Fledermaus-Fan: Die fünfjährige Neele mit Plüsch-Exemplar.

Krefeld. Kaum zu glauben – Fledermäuse haben viel mit dem Menschen gemeinsam. Beide Spezies sind Primaten, hochentwickelte Säugetiere. Das wird beim Betrachten des Skeletts deutlich. Wie Menschen mögen auch Fledermäuse keinen Dauerregen, sie bleiben dann am liebsten nicht zuhause. Blutsaugende Vampirfledermäuse gibt es nur in Südamerika Deshalb glauben die 20 Besucher der Fledermaus-Nacht im Botanischen Garten zunächst, dass sie an diesem nassen Freitagabend nur die Plüsch-Fledermaus von Neele (5) zu sehen zu bekommen.

„Fledermäuse sind meine Lieblingstiere“, erzählt sie. Jochen Schages und Franco Cassese vom Naturschutzbund räumen in ihrem Vortrag mit dem Negativ-Image der Tiere auf. Blut saugen nur die Vampirfledermäuse in Südamerika. „Die Fledermäuse sind anpassungsfähig. Sie haben fast jede Nische besetzt – Dachböden sind Höhlen sind für sie.“ Die kleinen Tiere verwenden High-Tech zur Beutejagd. Die meisten Fledermausarten erzeugte Laute, die der Mensch nicht hören kann.

„Diese Ultraschallsignale werden von Beutetieren oder Hindernissen zurückgeworfen, über die verhältnismäßig großen Ohren der Fledermäuse aufgenommen und analysiert.“ Regnet es, verursachen die Tropfen im „Navi-System“ der Flieger ein Geräusch-Chaos. Die Ortung fällt schwer. „Außerdem sind bei diesem Wetter wenige Insekten in der Luft. Eine Mücke wäre ein gefundenes Fressen.“ Etwas später hört der Regen kurz auf – und wahrlich, zwei Fledermäuse starten zur Flugschau in den Nachthimmel. cf

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