WZ gibt Tipps, wie Sie möglichst gesund durch den Winter kommen.

Intensives Händewaschen verringert die Ansteckungsgefahr.
Intensives Händewaschen verringert die Ansteckungsgefahr.

Intensives Händewaschen verringert die Ansteckungsgefahr.

dpa

Intensives Händewaschen verringert die Ansteckungsgefahr.

Krefeld. In den kommenden Tagen wird ungemütliches, nass-kaltes Wetter um den Gefrierpunkt erwartet. Freunde und Kollegen husten und schniefen bereits. Und dann ist auch noch dieses gemeine Norovirus unterwegs. Die WZ erklärt, was es in diesem Zusammenhang zu beachten gibt und wie man seine Chancen erhöht, gesund durch diese Jahreszeit zu kommen.

Eine Infektion mit dem Norovirus verläuft schnell und heftig. Die typischen Symptome: starkes Erbrechen und Durchfall. Die akuten Symptome halten in der Regel nur ein bis drei Tage an. Dieser Zeitraum reicht aber bereits aus, um zu starken Flüssigkeitsverlusten zu führen.

„Besonders anfällig für eine Infektion sind Kinder, ältere Menschen und Personen, mit ohnehin geschwächtem Immunsystem“, erklärt Peter Glöckner, Hygienefachkraft und Geschäftsführer der FRW Hygieneberatung.

Der Winter ist die Krankheitszeit Nummer eins. Die Erreger finden günstige Bedingungen vor: Die Menschen halten sich viel in geschlossenen Räumen auf, Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus, die Kälte schwächt die Abwehrkräfte.

Allein in der Woche vor Weihnachten wurden in Deutschland 5289 Norovirus-Erkrankungen gemeldet, wie das Robert Koch-Institut vermeldet. Zum Vergleich: In Krefeld steckten sich im gesamten vergangenen Jahr 216 Menschen an. 2015 wurden 278 Fälle registriert.

„Im Januar gab es bislang nur wenige Meldungen, ein Anstieg in diesem Monat kann daraus nicht erkannt werden“, erklärt Stadtsprecherin Angelika Peters. „Der beste Schutz gegen das Norovirus ist es, Großveranstaltungen und Menschenmengen zu meiden“, sagt Glöckner.

Regelmäßiges Händewaschen sei eine gute Vorbeugung. „Allerdings müsste man sich eine, bis zwei Minuten die Hände waschen, um alle Viren abzuspülen.“ Das normale Händewaschen würde lediglich die Konzentration an Viren reduzieren.

Wenn man sich einmal infiziert hat, hilft kein Medikament. „Da muss man dann einfach durch, es ist ja auch relativ schnell wieder vorbei“, sagt Glöckner. Der Experte rät zu Bettruhe und einer Toilette in erreichbarer Nähe. Zudem sei es wichtig, viel zu trinken.

Wirksame Medikamente gebe es keine: „Man kann nur die Symptome des Virus behandeln.“ Generell empfiehlt er deshalb, das Immunsystem zu stärken, etwa durch viel Bewegung an der frischen Luft und gesunder Ernährung.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer