Polizei nimmt 46-Jährigen Tatverdächtigen fest.

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Foto: Archiv

Krefeld. Bei einer brutalen Messerattacke ist ein 39-Jähriger am Samstag nur knapp dem Tod entronnen. Der Mann hatte um 7.43 Uhr den Notruf gewählt und gesagt, er verblute und benötige sofort Hilfe. Einsatzkräfte fanden ihn blutüberströmt an der Ecke Linden-/Breite Straße.

Neben lebensgefährlichen Schnittverletzungen am Hals hatte er eine Platzwunde am Hinterkopf. Durch eine Notoperation wurde dem 39-Jährigen das Leben gerettet – in seinem Hals steckte noch ein Stück der Klinge.

Am Ort des Geschehens vernahm die Polizei auch einen Anwohner (46) und dessen Frau. Diese sagten, der Mann habe gegen die Haustür an der Breiten Straße geschlagen und randaliert. Daraufhin hatte der 46-Jährige um 7.46 Uhr den Notruf gewählt. Möglicherweise aber nur zur Vertuschung: Ermittler der Mordkommission fanden in der Wohnung des stark alkoholisierten Mannes ein großes Fleischmesser und einen Teleskopschlagstock. Mit den Waffen soll der 46-Jährige auf den 39-Jährigen nach einer Auseinandersetzung losgegangen sein. Mit dem Messer stach er nach Erkenntnissen der Polizeibeamten so heftig zu, dass die Klinge verbog und letztlich brach.

Der Grund für die Auseinandersetzung, woher sich die Beteiligten kannten und das genaue Tatgeschehen sind laut Chefermittler Gerd Hoppmann noch unklar. Hierzu erhofft man sich Erkenntnisse, sobald das Opfer vernehmungsfähig ist. Der 46-Jährige streitet die Vorwürfe ab. Er kam wegen versuchten Totschlags in U-Haft.