In Uerdingen haben sich am Rhein entscheidende Dinge bei der Entwicklung der Uferzone getan.

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Dujardin-Erbe Matthias Melcher übergibt an Udo Rodig von der Stadt Krefeld insgesamt 21 Aktenordner mit dem Bauantrag für den Umbau der Hallen. (abi)

Dujardin-Erbe Matthias Melcher übergibt an Udo Rodig von der Stadt Krefeld insgesamt 21 Aktenordner mit dem Bauantrag für den Umbau der Hallen. (abi)

Dujardin-Erbe Matthias Melcher übergibt an Udo Rodig von der Stadt Krefeld insgesamt 21 Aktenordner mit dem Bauantrag für den Umbau der Hallen. (abi)

Krefeld. Zwei Jahre lang hat er geplant, jetzt legt er los: Matthias Melcher, einer der Erben aus der Dujardin-Dynastie, verwandelt das Gelände der Weinbrennerei an der Hohenbudberger Straße in ein Eldorado zum Leben, Arbeiten, Wohnen und Gestalten. Mit der Übergabe des 21 Aktenordner umfassenden Bauantrags im November ist der entscheidende Schritt getan.

Damit ist Melcher dem Projekt Rheinblick einen großen Schritt weiter. Dort wird seit nunmehr sieben Jahren mehr oder weniger erfolglos probiert, ein für alle tragbares und vor allem finanziell lohnendes Konzept auf die Beine zu stellen. Doch auch hier passierten 2009 zumindest einige entscheidende Dinge: Der Bebauungsplan für das Gebiet ist seit Mai rechtskräftig. Im Rathaus liegt eine Bauvoranfrage für ein Bürogebäude mit Tiefgarage und ein Wohnkomplex vor. Weitere Investoren stehen parat, Hochtief scheint dabei im übrigen wieder aus dem Rennen zu sein.

Die Zeit des Pokerns wird 2010 endgültig vorbei sein. Denn hohe Preisvorstellungen der Grundstückseigentümer lähmten lange genug den Prozess - übrigens im klaren Unterschied zu Matthias Melcher, der seine Familie voll hinter sich weiß und damit auch die finanzielle Absicherung. Immerhin steckt die Familie Melcher mehrere Millionen Euro in die Herrichtung der Gastronomie "Alte Küferei", den zehn Loftwohnungen, 14 Büros und Praxen im Großraum- und Loftstil sowie dem Museum.

Allerdings muss das Projekt Rheinblick ein Problem stemmen, von dem Melcher verschont bleibt: der Hochwasserschutz. Das Land NRW verharrt dem Vernehmen nach auf der Forderung nach einem umfassenden Schutz für das gesamte Gebiet und tut sich schwer mit dem Angebot der Stadt Krefeld und der Investoren, einen Schutz für jedes Gebäude zu schaffen. Das nämlich würde die Kosten für den Schutz deutlich senken. Unklar ist auch, wie eine Klage gegen den Bebauungsplan enden wird.

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