Das A57-Teilstück vom AK Meerbusch bis Oppum könnte 2017 in Bau gehen. Bauzeit: drei Jahre.

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Seit Anfang der 70er Jahre in Betrieb und überlastet: Über sechs statt vier Spuren soll der Verkehr bald besser fließen. Archiv

Seit Anfang der 70er Jahre in Betrieb und überlastet: Über sechs statt vier Spuren soll der Verkehr bald besser fließen. Archiv

Andreas Bischof

Seit Anfang der 70er Jahre in Betrieb und überlastet: Über sechs statt vier Spuren soll der Verkehr bald besser fließen. Archiv

Krefeld. Elf Jahre nach Auftragserteilung werden die Pläne für den sechsspurigen Ausbau der A 57 zwischen dem Autobahnkreuz (AK) Meerbusch und der Anschlussstelle Oppum bis zum 12. Juni öffentlich ausgelegt. Geht alles reibungslos, könnte 2017 Baubeginn sein. „Darauf hoffen wir“, sagt Projektleiter Athanasios Mpasios von Straßen NRW, der die Details gestern mit seinem Stellvertreter Michael Kaufmann vorstellte.

Sechsspuriger Ausbau für 112 700 Fahrzeuge am Tag

4,1 Kilometer ist das Teilstück lang, rund 2,3 Kilometer liegen auf Meerbuscher Gebiet. Der Ausbau erfolgt symmetrisch, das heißt: In beide Fahrtrichtungen wird jeweils eine Fahrspur ergänzt.

Sechsspurigkeit sei wichtig, denn die A57 liege mit aktuell etwa 100 000 Fahrzeugen täglich mindestens 20 000 Fahrzeugen über dem Schnitt einer vierspurigen Autobahn. Auf sechs Spuren ausgebaut, werde die Strecke „leistungsfähiger“, wie es Mpasios formuliert. 112 700 Fahrzeuge werden für das Jahr 2020 prognostiziert, 2025 sollen es allerdings nur noch 99 000 sein.

Um die Anwohner nicht noch stärker zu belasten, werde Flüsterasphalt verwendet und der Lärmschutz angepasst.

In Höhe von Bösinghoven wird der alte Mauer-Schutzwall entfernt, seine Fläche für die Erweiterung genutzt und 2,50 Meter vom neuen Standstreifen entfernt die neue, bis zu neun Meter hohe Lärmschutzwand hochgezogen. Auf der östlichen Seite gibt es keinen Schutz: Zu hohe Kosten für die geringe Zahl Betroffener.

Ab sofort bis zum 12. Juni liegen die Ausbaupläne für das Autobahnteilstück zwischen Autobahnkreuz Meerbusch und Anschlussstelle Oppum in den Stadtverwaltungen in Krefeld und Meerbusch aus. Außerdem sind die Pläne auf der

Homepage der Bezirksregierung zu sehen.

Kalkuliert wird der 4,1 Kilometer lange, sechsspurige Ausbau mit einer Bauzeit von drei Jahren, gehofft auf einen Baubeginn 2017, geschätzte Kosten 42 Millionen Euro – ohne den Ausbau der Raststätte Geismühle. Ausgelegt ist die Straße dann für 112 700 Fahrzeuge werktäglich (Prognose 2020).

In Höhe von Oppum wird die Wand mit sieben Metern etwas niedriger. „Die Bebauung ist weiter entfernt“, erläutert Mpasios. Berechnet wird die notwendige Höhe nach den Lärmgrenzwerten, 49 Dezibel in der Nacht, 59 am Tag. Der Lärmschutz soll attraktiv gestaltet werden, betont Kaufmann.

Während das AK Meerbusch und die Brücke Am Böttershof in Oppum unverändert erhalten bleiben, müssen die Brückenbauten Am Weilerhof und Bösinghovener Straße auf Meerbuscher Stadtgebiet erneuert werden.

Abschnitt im Zentrum soll im nächsten Schritt folgen

Noch nicht so weit fortschritten ist die Planung des Ausbaus zwischen Oppum und Gartenstadt, 6,5 Kilometer lang und zurzeit geschätzt 140 Millionen Euro teuer. Die technische Planung sei „so gut wie fertig“, sagt Michael Kaufmann, die lärmtechnische Untersuchung fehle noch. Unterlagen und die Entscheidung des Ministeriums könnten aber noch in diesem Jahr vorliegen, „dann könnte die Planfeststellung 2016 erfolgen“. Plus zwei Jahre Vorbereitung, Ausschreibung, Vergabe – vorausgesetzt es klagt niemand – hieße hier: Baubeginn 2018, sofern die Bundesministerien Geld haben und geben.

Noch nicht im Plan ist der massive Umbau der Tank- und Raststätte Geismühle. Auf westlicher Seite bleibt nur die Tankstelle, Parkplätze werden auf der Ostseite angelegt. Statt 100 Pkw-Stellplätze gibt es 177, die Zahl der Lkw-Parkplätze steigt von 43 auf etwa 160.

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