Die Mediothek bietet jungen Leuten Lektüre zur Förderung ihrer Berufsausbildung. Das Geld stammt von zwei Stiftungen.

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Geld fürs Azubi-Center (von links): Jan Wellem Maurenbrecher, Helmut Schroers und Christoph von Berg.

Geld fürs Azubi-Center (von links): Jan Wellem Maurenbrecher, Helmut Schroers und Christoph von Berg.

Andreas Bischof

Geld fürs Azubi-Center (von links): Jan Wellem Maurenbrecher, Helmut Schroers und Christoph von Berg.

Krefeld. Das Buch mit dem Titel „Betriebswirtschaftslehre“ steht im Regal gleich über dem Wälzer „Allgemeine Wirtschaftslehre“, und das Werk für angehende Industriekaufleute ist auch nicht weit. Auf Ebene 5 / Regal 82 ist in der Mediothek jetzt das neue Azubi-Center untergebracht. Dort können sich junge Leute in den Bereichen Industrie, Technik, Handel und Büro fit für die Berufsausbildung machen.

Arbeitsmittel für 25 000 Euro angeschafft

Für insgesamt rund 25 000 Euro wurden 470 Titel mit 880 Exemplaren angeschafft. „Da wir aufgrund knapper städtischer Kassen kein Geld für neue Segmente haben, sind wir froh, neue Partner gefunden zu haben“, sagt Mediothek-Chef Helmut Schroers. Die IHK-Jubiläumsstiftung und die Hildegard Bredemann-Busch-Du Fallois Stiftung haben die Gesamtsumme aufgebracht.

Das 2009 eröffnete Lern-Center für die Klassen neun bis dreizehn erfreue sich eines enormen Zuspruchs, so Schroers weiter. „Diese starke Nachfrage erwarten wir auch jetzt im Azubi-Center, das maßgeschneidert ist für Ausbildungsberufe. Es ist schön, ein offenes Ohr bei den Stiftungen gefunden zu haben.“

Petra Sturk und Bettina Schüren sind die Lektorinnen der Mediothek, die das neue Center betreuen und aktualisieren werden. „Wir haben hochpreisige Literatur und CD-Roms angeschafft, die sich junge Leute nicht unbedingt leisten können“, berichtet Schüren. Die Werke unterliegen den üblichen Bedingungen für die Ausleihe. Zusätzliches Infomaterial kann kostenlos mitgenommen werden.

Die Vertreter der Stiftungen, Jan Wellem Maurenbrecher für die IHK-Jubiläumsstiftung und Christoph von Berg für die Hildegard Bredemann-Busch-Du Fallois Stiftung, finden das Mediothek-Projekt „ganz hervorragend“ und wollen mit der Förderung fortfahren: „Sie ist in Richtung Dauerhaftigkeit ausgerichtet.“

Die Westdeutsche Zeitung wurde in Düsseldorf 1876 und in Wuppertal 1887 von
W. Girardet und in Krefeld 1876 von Edmund Busch-du Fallois unter dem Titel General Anzeiger gegründet. Nach dem Krieg bedurften alle Zeitungen einer Lizenz der Besatzungsmächte. Deshalb konnten sie erst 1949 nach Wiederherstellung der Pressefreiheit wieder erscheinen. In Wuppertal als General Anzeiger, in Düsseldorf als Düsseldorfer Nachrichten und in Krefeld als Westdeutsche Zeitung. 1970 übernahm
W. Girardet die Westdeutsche Zeitung. Seit 1973 erscheinen alle drei Zeitungen unter dem gemeinsamen Titel Westdeutsche Zeitung.

Hildegard Bredemann-Busch-Du Fallois brachte ihr Vermögen in die Stiftung ein, deren Namensgeberin sie ist. Die Stiftung fördert in Krefeld unter anderem Projekte der Kultur, Jugend und Altenpflege.

Die IHK-Jubiläumsstiftung wurde 1954 anlässlich des 150-jährigen Bestehens der damaligen Industrie- und Handelskammer Krefeld ins Leben gerufen. Sie stellte eine Bündelung mehrerer Vermögen dar, deren Bestimmungszwecke sich zum Teil überholt hatten. Die Stiftung engagiert sich in Bildung, Kunst, Denkmal- und Heimatpflege sowie im humanitären Bereich.

Die IHK-Stiftung hat sich bereits mit zwei Zwergenbibliotheken in die Arbeit der Mediothek eingebracht. Neben jeweils 70 Büchern wurde auch ein Lesersessel und eine Vorlesepuppe, mit der die Arbeit der Erzieher unterstützt wird, gesponsert.

Schroers würde sich freuen, wenn die Vertreter von Berufsfeldern wie beispielsweise Reisebüros oder die Kraftfahrzeug-Innung aus ihren Bereichen ein Anschluss-Sponsoring für das Azubi-Center betreiben würden.

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