Marianum erstrahlt in warmem Rot

Alles wird Rot: Pierre (15) und Yasmin (16) greifen symbolisch zur Farbrolle. Zweite Reihe (v.l.): Heimleiter Heinz-Werner Knoop, Bürgermeisterin Monika Brinner, Jörg Hellwig (Lanxess) und Klaus Schacht vom Kuratorium.
Alles wird Rot: Pierre (15) und Yasmin (16) greifen symbolisch zur Farbrolle. Zweite Reihe (v.l.): Heimleiter Heinz-Werner Knoop, Bürgermeisterin Monika Brinner, Jörg Hellwig (Lanxess) und Klaus Schacht vom Kuratorium.

Alles wird Rot: Pierre (15) und Yasmin (16) greifen symbolisch zur Farbrolle. Zweite Reihe (v.l.): Heimleiter Heinz-Werner Knoop, Bürgermeisterin Monika Brinner, Jörg Hellwig (Lanxess) und Klaus Schacht vom Kuratorium.

Jochmann, Dirk (dj)

Alles wird Rot: Pierre (15) und Yasmin (16) greifen symbolisch zur Farbrolle. Zweite Reihe (v.l.): Heimleiter Heinz-Werner Knoop, Bürgermeisterin Monika Brinner, Jörg Hellwig (Lanxess) und Klaus Schacht vom Kuratorium.

Krefeld. „Wenn du nehmen willst, dann gib“, zitierte Kuratoriumsvorsitzender Klaus Peter Schacht das Selbstverständnis der Stiftung „Katholische Armenverwaltung Krefeld“. Sie ist seit mehr als 250 Jahren tätig und seit 1857 Träger des Kinderheims Marianum an der Hubertusstraße. In einer Feierstunde dankte Schacht dem Leiter des Lanxess-Geschäftsbereichs anorganische Chemie, Jörg Hellwig, für die auf drei Jahre vereinbarte Kooperation. Sie enthält eine jährliche finanzielle Unterstützung in Höhe von 10000 Euro. Mit dem Geld werden unterschiedliche Projekte gefördert. Darüber hinaus stellt der Spezialchemie-Konzern Sachspenden zur Verfügung. So wurde mit der im Krefelder ChemPark hergestellten Farbe Bayferrox die Fassade des Kinderheims frisch gestrichen. „Wir bringen Farbe in die Welt, das Marianum Farbe in die Welt der Kinder“, so Hellwig.

„Als weltweit größter Produzent von Eisenoxid- und Chromoxid-Farbpigmenten mit Sitz in Krefeld nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung und unser soziales Engagement sehr ernst“, betont der Chef von 700 Mitarbeitern. „Wir möchten die Zukunft der Stadt aktiv mitgestalten und unterstützen ausgewählte Einrichtungen in unserer Nachbarschaft im sozialen und sportlichen Bereich.“ Bürgermeisterin Monika Brinner würdigte das Engagement des seit 85 Jahren ansässigen Unternehmens, zu dessen Initiative auch die Förderung der Jugendarbeit des Krefelder Eislaufvereins KEV’81 und der Chemiesäle des Gymnasiums Fabritianum gehört.

Heinz-Werner Knoop, Pädagogischer Leiter des Kinderheims, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Im Sinne der schulischen und beruflichen Ausbildung der Heimbewohner verspricht er sich davon Berufsfelderkundungen, Praktika und Ausbildungsverträge für seine Schützlinge. Unsere Kinder und Jugendlichen besuchen alle Krefelder Schulen - von der Förderschule bis zum Gymnasium“, erläutert Knoop. Man unterstütze deren unterschiedliche Begabungen musischer wie sportliche Art. Die Marianum-Players, das Fußballteam des Hauses, führen die brandneuen Trainingsanzüge von Sponsor Lanxess vor, während ein Teil der Bewohnerinnen einen Blick in ihre zweckmäßig eingerichteten Wohnräume gewährt.

Täglich neue Kinderschicksale Yasmin Trogemann (16 Jahre) hat sich ihr Zimmer nach eigenem Geschmack dekoriert. „Ich finde es echt klasse hier“, sagt sie. Nach der Trennung ihrer Eltern habe es nur noch Streit mit der Mutter gegeben. Sie sei abgehauen und vor fast fünf Monaten schließlich im Marianum gelandet. Hier hat sie einige Freundinnen gewonnen wie die gleichaltrige Jasmine Kruszewska. Die Mehrzahl der Bewohner kann über vergleichbare Schicksale berichten.

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