Im Maria-Hilf arbeiten Urologen in einem neuen Zentrum an der Behandlung der Volkskrankheit der Deutschen.

Im Maria-Hilf arbeiten Urologen in einem neuen Zentrum an der Behandlung der Volkskrankheit der Deutschen.
Dr. Jens Westphal (l.), Chefarzt der Klinik für Urologie, und Oberarzt Dr. Jan Baase im neuen Harnsteinzentrum.

Dr. Jens Westphal (l.), Chefarzt der Klinik für Urologie, und Oberarzt Dr. Jan Baase im neuen Harnsteinzentrum.

DJ

Dr. Jens Westphal (l.), Chefarzt der Klinik für Urologie, und Oberarzt Dr. Jan Baase im neuen Harnsteinzentrum.

Krefeld. „Der Stein ist raus. Und was passiert dann?“, fragt Jens Westphal. Er ist Chefarzt an der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Krankenhaus Maria-Hilf, die Notfallpatienten rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr Hilfe bei urologischen Problemen bietet. Harnsteine gehören dazu – und in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen. Fünf Prozent der Bevölkerung leiden unter den Folgen einer Steinbildung. Die Häufigkeit ist steigend.

Im Maria-Hilf werden Nieren- und Harnleitersteine mit den neuesten Behandlungsverfahren – endoskopisch, per Stoßwellenlithotripsie oder Laser – entfernt. Und was passiert dann? Chefarzt Westphal erklärt, dass Steine in Niere, Harnleiter oder Blase nur Symptom einer Erkrankung sind: „Wenn der Schmerz erst einmal weg ist, vergessen die Patienten die Harnsteine schnell wieder“, sagt er.

Neues Alexianer Harnsteinzentrum

Seit 1. März betreibt die urologische Klinik das neue Alexianer Harnsteinzentrum. „Hier begleiten wir die Patienten über die Entfernung der Harnsteine hinaus“, sagt Oberarzt Jan Baase. „Mit gezielten Maßnahmen können wir eine erneute Steinbildung verhindern.“ Die Prophylaxe ist abhängig von der Art der Steine. Für die Analyse arbeiten die Krefelder Ärzte eng mit einem Labor in Köln zusammen. Dort untersucht ein Mineraloge die Harnsteine auf ihre Zusammensetzung.

Das Ergebnis gibt Aufschluss über die Ursachen der Steinbildung. „Sobald geklärt ist, um welche Struktur und Bestandteile des Harnsteins es sich handelt, gibt es einfache Möglichkeiten, einer erneuten Steinbildung vorzubeugen“, erklärt Jan Baase. Eine ausgewogene Ernährung und gleichmäßig über den Tag verteilt viel Wasser zu trinken sind die ersten Schritte der Prävention.

Dreh- und Angelpunkt im neuen Harnsteinzentrum ist die Spezialsprechstunde. Chefarzt Westphal und seine vier Oberärzte stehen im engen Dialog mit den behandelnden niedergelassenen Kollegen. „Wir wollen so die Versorgungslücke zwischen niedergelassenem Arzt und Klinik schließen und beste Voraussetzungen für die Weiterbetreuung schaffen“, sagt Westphal.

Die Arbeit im Alexianer Harnsteinzentrum und alles Wissenswerte rund um die Volkskrankheit Harnstein präsentieren die Gesundheitsexperten bei einem Gesundheitstag am kommenden Samstag, 1. April, im KreVital-Institut für Gesundheitsförderung, Dießemer Bruch 77a, von 11 bis 14 Uhr.

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