Als der Verkäufer den 23-Jährigen auf die Blüten anspricht, wird der handgreiflich.

Als der Verkäufer den 23-Jährigen auf die Blüten anspricht, wird der handgreiflich.
Um Falschgeld, Körperverletzung und falsche Verdächtigung ging es jetzt in einer Verhandlung gegen einen 23-jährigen Krefelder. Archiv

Um Falschgeld, Körperverletzung und falsche Verdächtigung ging es jetzt in einer Verhandlung gegen einen 23-jährigen Krefelder. Archiv

abi

Um Falschgeld, Körperverletzung und falsche Verdächtigung ging es jetzt in einer Verhandlung gegen einen 23-jährigen Krefelder. Archiv

Ideen, die im Rausch entstehen, sind oft nicht die besten. Das musste am Donnerstag ein 23-Jähriger vor dem Amtsgericht erfahren. Er war unter anderem angeklagt wegen des „Inverkehrbringens von Falschgeld“, Körperverletzung und falscher Verdächtigung.

Scherzschein fiel sofort als solcher auf

Begonnen hatte alles mit einem gefälschten 500-Euro-Schein: „Ich hatte mit einem Kumpel besprochen, dass man ja aus Spaß mal versuchen könnte, ob man damit was kaufen kann.“ Diese Idee hatte er dann auch in die Tat umgesetzt – allerdings alles andere als erfolgreich. Der Krefelder ging damit am Nachmittag des 2. Februars zu einem An- und Verkaufsgeschäft an der St.-Anton-Straße, um eine Playstation zu kaufen. Die Spielekonsole zum Preis von 119 Euro wollte er mit dem Falschgeld bezahlen.

Das war aber so plump gefälscht, dass es dem Ladeninhaber sofort auffiel. So hatte der Schein nur eine weiße Rückseite und auf der Vorderseite stand groß der Schriftzug „Specimen“. „Das war ein Scherzschein. Die kann man sich doch selbst bei Rossmann ausdrucken“, sagte der Mann im Zeugenstand. So einen habe er auch mit seinem Foto drin. Er habe den Angeklagten daraufhin des Ladens verwiesen. Da sei dieser aber aggressiv geworden und es sei zu einer Rangelei gekommen, der junge Mann habe dabei versucht, auf ihn einzuschlagen. Beim Abwehren der Schläge des Angeklagten habe er sich wohl den Finger gebrochen, so der 56-Jährige. Der Angeklagte sei dann gegangen.

Nicht der Ladeninhaber, sondern der Betrüger erstattete Anzeige

Der Ladeninhaber habe anfangs auch keine Anzeige erstatten wollen. „Sowas passiert mir öfter.“ Allerdings sei es der Angeklagte gewesen, der in Begleitung zweier Polizisten zurückgekommen sei. Er wollte den Ladenbesitzer nämlich wegen Körperverletzung anzeigen. Nachdem die Polizisten aber mit dem Ladeninhaber gesprochen und dem jungen Mann einen Platzverweis erteilt hatten, wurde er erneut so aggressiv, dass er gegen die Ladenscheibe trat und doch noch in Handschellen mit zur Wache musste.

Während des ganzen Geschehens habe er stark unter Drogen gestanden, sagte der Angeklagte junge Mann vor Gericht. Er habe unter anderem Heroin und Cannabis geraucht. So grob würden die Vorwürfe der Anklage schon stimmen. An alles könne er sich aber nicht mehr erinnern.

Die Richterin verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten. Derzeit sitzt der Krefelder bereits wegen schweren Raubes eine zweijährige Jugendstrafe ab. Die neue Strafe kommt noch obendrauf.

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