Haftbefehl des Amtsgerichtes gegen 26-Jährigen vollstreckt. Verletzte Polizisten sind noch nicht wieder dienstfähig.

Der Angreifer verletzte in der Silvesternacht durch seine Messerattacke insgesamt drei Polizeibeamte.
Der Angreifer verletzte in der Silvesternacht durch seine Messerattacke insgesamt drei Polizeibeamte.

Der Angreifer verletzte in der Silvesternacht durch seine Messerattacke insgesamt drei Polizeibeamte.

dpa

Der Angreifer verletzte in der Silvesternacht durch seine Messerattacke insgesamt drei Polizeibeamte.

Düsseldorf. Nach der Messerattacke auf drei Polizeibeamte am Silvesterabend ist der 26-jährige Angreifer in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen worden. Das bestätigte die Krefelder Polizei auf Nachfrage der WZ. Das Amtsgericht Krefeld hatte am vergangenen Samstag einen Unterbringungsbeschluss gegen den Beschuldigten erlassen. Die Meldung, dass der Mann aufgrund seines Drogenkonsums nach der Tat ins Koma gefallen sei, konnte die Polizei hingegen nicht bestätigen.

Polizisten trainieren den Umgang mit Messerangriffen regelmäßig

Die drei verletzten Beamten hatten das Krankenhaus zwar jeweils nach einer ambulanten Behandlungen wieder verlassen können, sie sind aber noch nicht wieder im Einsatz. „Die drei durch den Messerangriff verletzten Kollegen sind noch nicht wieder dienstfähig“, erklärte Pressesprecherin Melanie Paeßens.

Nach besonderen Gefahren für die Polizei in der Silvesternacht befragt, hatte die leitende Polizeisprecherin Karin Kretzer vor der Messerattacke noch angegeben, dass die Gefährlichkeit von Messerangriffen bei der Polizei hinlänglich bekannt sei. „Deshalb ist der Umgang mit aggressiven Personen und der Einsatz eines Messers fester Bestandteil im Training und in der polizeilichen Fortbildung“, sagte Kretzer.

Gerade deshalb werde der Umgang von mit Messer bewaffneten Angreifern immer wieder trainiert. „Nur so kann man das Risiko minimieren, ein Restrisiko bleibt eben“, so Kretzer.

Erst an Heiligabend war ein Polizeibeamter bei einer Messerattacke am Bahnhof im hessischen Herborn durch einen Messerangriff getötet worden. Ein weiterer Beamter wurde bei der Attacke eines 27-Jährigen schwer verletzt. Gegen den mutmaßlichen Täter erging Haftbefehl wegen Mordes.

Täter soll eigenen Vater in dessen Kiosk bedroht haben

Bei dem Angriff in Krefeld hatte der Sohn eines Kioskbesitzers an der Geldernschen Straße seinen Vater in dessen Geschäft mit einem Messer bedroht. Die hinzugerufenen Polizisten konnten den 26-Jährigen nicht dazu bewegen, das Messer niederzulegen und wurden selber attackiert. Dabei verletzten sich alle drei Beamten. Der Täter soll zur Tatzeit unter Drogeneinfluss gestanden haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst beim Amtsgericht Krefeld den Erlass eines Haftbefehls wegen versuchten Totschlags beantragt. Das Amtsgericht hatte daraufhin einen Unterbringungsbeschluss gegen den 26-Jährigen erlassen.

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