Ein 40-jähriger Mann muss sich vor dem Schöffengericht verantworten.

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Krefeld. Fast vier Jahre ist es jetzt her, dass ein heute 40-jähriger Mann einen Feuerlöscher durch ein Fenster der Beratungsstelle für Wohnungslose der Diakonie in Krefeld geschleudert haben soll. Dafür musste er sich vor dem Schöffengericht verantworten.

Nur einem Zufall ist es zu verdanken, dass eine Mitarbeiterin von dem Wurfgeschoss nicht getroffen wurde. Sie hatte sich gerade mit ihrem Bürostuhl umgedreht, so dass der Feuerlöscher nur die Lehne traf, nachdem er das Fenster durchschlagen hatte. Die Frau wurde vom Stuhl geschleudert und prellte sich den Ellbogen. „Ich hatte zwar keine äußerlichen Verletzungen, aber noch heute, wenn ein Fenster knallt, was meinen Sie, was das in mir auslöst“, erzählt sie im Zeugenstand. „Ich dachte, er schießt auf mich.“

Vorausgegangen war ein Streit des Mannes mit der Mitarbeiterin, weil er außerhalb der Sprechzeiten zu ihr wollte. Sie verwies ihn auf den nächsten Tag. Das wollte sich der Angeklagte nicht bieten lassen und soll zum Feuerlöscher gegriffen haben.

Gemeinsam saßen mit ihm seine Lebensgefährtin und ein Bekannter auf der Anklagebank. Alle drei müssen sich zusätzlich wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte beziehungsweise wegen Körperverletzung verantworten. Am 1. Februar 2014 sollen sie in der Krefelder Innenstadt in eine Auseinandersetzung mit der Polizei geraten sein und gleich mehrere Polizisten verletzt haben.

Das Verfahren gegen die Frau wurde bereits mit einer Verurteilung zu einer Geldstrafe von 600 Euro beendet. Die beiden Männer müssen am 24. März  noch einmal wiederkommen.

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