Närrisches Publikum kommt bei der Prunksitzung im Raphaelsheim mächtig in Fahrt.

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Thomas Pluschkell begeisterte bei den Lustigen Klosterbrüdern als Büttenredner „Der kleine Doll“.

Thomas Pluschkell begeisterte bei den Lustigen Klosterbrüdern als Büttenredner „Der kleine Doll“.

Dirk Jochmann

Thomas Pluschkell begeisterte bei den Lustigen Klosterbrüdern als Büttenredner „Der kleine Doll“.

Krefeld. "Krefeld Helau, Klosterbrüder Helau!" Immer wieder bejubelten sich die Feiernden selbst. Die Karnevalsgesellschaft Lustige Klosterbrüder 1986 hatte zur ersten Prunksitzung des neuen Jahres geladen. Traditionell karnevalistisch ging es um 20.11 Uhr im Raphaelsheim an der Hülser Straße los.

65 Mitglieder zählt der Karnevalsverein aus Inrath, gekommen waren jedoch fast dreimal so viele Menschen. Sitzungspräsident Egon Düster führte routiniert-komisch durch den Abend, als Sitzungskapelle fungierte das "Duo Phönix".

Gleich zu Beginn brachte Michaela Schweika aus Gelsenkirchen das Publikum in Stimmung. Als "Helga, die singende Putzfrau" hatte sie es als Erste naturgemäß schwer, die noch "angefrorenen" Karnevalisten zu begeistern.

Anschließend gab die sechsköpfige Tanzgarde der KG Grenztal 1980 eine Kostprobe ihres Könnens. Fast schon der Höhepunkt des Abends war dann "Der kleine Doll". Thomas Pluschkell riss mit seiner Büttenrede die Jecken von ihren Sitzen.

Schon seine Begegnung mit den Gesetzeshütern nach einer feucht-fröhlichen Silvesternacht trieb den Anwesenden die Tränen in die Augen: "Was haben Sie heute Nacht getrunken?" "Zwei Kamillentee!" "Dann haben Sie 1,6 Kamille!" Anschließend lästerte er noch über Narumol und Joseph aus "Bauer sucht Frau".

Im Laufe des Abends sorgte der Krefelder Fanfarencorps 1957 und "Die Rhienstädter" für noch mehr Stimmungsmusik, das Uerdinger Prinzenpaar Raimund I. und IrisI. Dollbaum gaben sich die Ehre, "Ruuds Comedy Show" und "Claudia und Bernd" sorgten für Gelächter und die Tanzgarde "Eecker Kraaresknöppkes" aus Mönchengladbach traten auf.

Je später der Abend wurde, desto besser wurde die Stimmung. Wurde anfangs noch schüchtern geschunkelt, fanden sich später einige tanzend auf den Stühlen wieder. Bis Mitternacht wurde Programm geboten, danach wurde noch lange gefeiert. Gelegenheiten gibt es bis Aschermittwoch genug, die nächsten Termine der "Lustigen Klosterbrüder" stehen mit der Damen- und Herrensitzung bereits am nächsten Wochenende an. blu

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