Die Verwaltung plädiert für Verkauf an Verein Kunst und Krefeld.

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Die Alte Post könnte zum Anlaufpunkt für Kunstfreunde werden. Archiv

Die Alte Post könnte zum Anlaufpunkt für Kunstfreunde werden. Archiv

DJ

Die Alte Post könnte zum Anlaufpunkt für Kunstfreunde werden. Archiv

Krefeld. Es wäre eine Lösung, von der alle profitieren könnten. Der Verein Kunst und Krefeld fände endlich eine neue Heimat. Die Stadt würde Räume los, die seit zehn Jahren leerstehen. Und Krefelds Kunstfreunde hätten einen neuen Anlaufpunkt in zentraler Lage.

Die Verwaltung hat sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, die ehemalige Schalterhalle der Alten Post an den Verein zu verkaufen. „Er kann an diesem Standort nach dem langen Leerstand sicher zur Belebung des räumlichen Umfelds beitragen, sich dort als Teil des städtischen Kulturlebens optimal weiterentwickeln und einen Beitrag zur Stärkung des Quartiers leisten“, sagte Oberbürgermeister Gregor Kathstede.

Mit diesem klaren Bekenntnis, über dessen Umsetzung Ende Januar der Liegenschaftsausschuss entscheiden muss, könnte ein längeres Tauziehen zu Ende gehen. Der Verein, der im Frühjahr 2012 sein bisheriges Quartier an der Girmesgath räumen musste, verhandelt seit mehr als einem halben Jahr mit der Stadt.

Entsprechend vorsichtig reagiert der Vorsitzende Christoph Tölke auf die Nachricht. Er sei „optimistisch“, ließ er auf Anfrage verlauten, und hoffe auf eine positive Entscheidung der Politiker im Ausschuss. Kunst und Krefeld sei bereit, „einen marktgerechten Preis“ für die Räume in der Alten Post zu zahlen.

Das Angebot beläuft sich auf 150 000 Euro – und schon das ist ein enormer Batzen für die Ehrenamtler. „Sobald wir die Zusage der Stadt haben, suchen wir Sponsoren und Förderer“, sagte Tölke. Der Verein möchte in der Alten Post Ausstellungen organisieren, eine Geschäftsstelle und eine Bibliothek betreiben.

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